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Die Tasterschaltung: Einfach und korrekt verdrahten

Anleitung zum Verdrahten und Testen einer Tasterschaltung

Eine Tasterschaltung in der Elektroinstallation ist eine praktische Lösung. Um das Ein- und Ausschalten der Beleuchtung in verschiedenen Bereichen effizient zu steuern. Sie wird vor allem in Treppenhäusern und langen Fluren eingesetzt. Wo sie von vielen oder weit entfernten Stellen aus bedient werden muss.

In diesem Text werden wir den Aufbau, die Funktion, die Verdrahtung und die Funktionsprobe einer Tasterschaltung genauer betrachten. Außerdem werden wir die Vor- und Nachteile dieser Schaltung diskutieren.

 

Aufbau und Funktionsweise einer Tasterschaltung:

Eine Tasterschaltung besteht aus Tastern und Relais oder Schaltschützen. Und kann in zwei Varianten ausgeführt werden: als Stromstoßschaltung oder als Treppenhausschaltung.

Die Stromstoßschaltung verwendet bistabile Relais, die auch als Stromstoßschalter bezeichnet werden. Wenn Sie einen Taster drücken, wird dem Stromstoßschalter ein Spannungsimpuls zugeführt.

 

aufbau und funktion simple elektrotechnik

Der einen Stromstoß durch den Elektromagneten im Relais auslöst. Der Schaltkontakt des Relais rastet dann mechanisch in einer der beiden Schaltstellungen ein. Durch erneutes Betätigen des Tasters wird zwischen den beiden Schaltzuständen gewechselt.

 

In der Treppenhausschaltung kommen Zeitrelais, auch Treppenhausautomaten genannt, zum Einsatz. An jedem Taster kann die Beleuchtung eingeschaltet werden. Nach einer einstellbaren Zeit schaltet der Treppenhausautomat die Beleuchtung automatisch wieder aus.

 

Es ist nicht möglich, die Beleuchtung an den Tastern auszuschalten. Bei hochwertigen Treppenhausautomaten besteht die Möglichkeit. Den Zeitablauf des Automaten von neuem zu starten. Indem der Taster erneut gedrückt wird, bevor sich die Beleuchtung ausschaltet.

 

Durch die Verwendung von Tastern und Relais oder Schaltschützen. Ermöglicht eine Tasterschaltung die Steuerung von elektrischen Geräten oder Beleuchtungssystemen.

 

Die beiden genannten Varianten. Die Stromstoßschaltung und die Treppenhausschaltung, bieten verschiedene Möglichkeiten, je nach den Anforderungen und dem Einsatzzweck der Schaltung.

 

Schaltbild einer Tasterschaltung

schaltung tasterschaltung simple elektrotechnik

 

 

 

Verdrahtung einer Tasterschaltung:

Bei der Verdrahtung einer Tasterschaltung wird der Laststrom direkt zum Verbraucher geleitet, anstatt über die Bedienstellen zu fließen.

Dies minimiert elektrische Verluste und reduziert den Kabelaufwand erheblich. Durch die Parallelschaltung mehrerer Taster kann die Schaltung von beliebig vielen Stellen aus bedient werden.

Die Relais sollten idealer weise im Verteiler montiert werden, der auch die Sicherungen enthält.

Anschluss des Tasters:

verdrahtung simple elektrotechnik
  1. Verbinden Sie den Außenleiter (L) mit der Eingangsklemme des Tasters.

  2. Eine zweite Ader, der sogenannte Tasterdraht, wird mit der Ausgangsklemme des Tasters verbunden.

  3. Wiederholen Sie diesen Vorgang für jeden Taster, sofern mehrere vorhanden sind.

  4. Sowohl dieser Tasterdraht als auch der Außenleiter müssen nun mit dem Treppenhausautomaten oder dem Stromstoßschalter verbunden werden.

  5. Der Lampendraht sowie der Neutralleiter müssen ebenfalls mit dem Treppenhausautomaten oder dem Stromstoßschalter verbunden werden.

 

Durch Befolgen dieser Schritte gewährleisten Sie eine korrekte Verdrahtung einer Tasterschaltung. Und stellen sicher, dass die Schaltung einwandfrei funktioniert.

 

 

Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um eine generelle Anleitung handelt und es wichtig ist. Die spezifischen Anweisungen des Herstellers zu befolgen.

Es wird empfohlen, bei der Installation einer Tasterschaltung einen qualifizierten Elektriker hinzuzuziehen. Um mögliche Gefahren zu vermeiden und die Sicherheit zu gewährleisten.

 

 

Funktionsprobe einer Tasterschaltung:

Um sicherzustellen, dass Ihre Tasterschaltung einwandfrei funktioniert, sollten Sie die folgenden Schritte durchführen:

funktionsprobe simple elektrotechnik

Stromstoßschaltung:

  1. Drücken Sie jeden Taster einmal, um das Licht einzuschalten, und erneut, um es auszuschalten.

Treppenhausschaltung:

  1. Stellen Sie die Zeiteinstellung des Treppenhausautomaten auf das Minimum. Um sicherzustellen, dass das Licht nicht unnötig lange eingeschaltet bleibt.

  2. Betätigen Sie den ersten Taster und warten Sie, bis das Licht wieder erlischt.

  3. Überprüfen Sie nacheinander die Funktion der restlichen Taster.

  4. Wenn alles wie erwartet funktioniert, stellen Sie die gewünschte Zeit am Treppenhausautomaten ein.

Zusammenfassend:

Mit einem Stromstoßschalter schalten Sie das Licht ein und aus, indem Sie jeden Taster einmal betätigen.

Um die Zeiteinstellung einer Treppenhausautomatik zu verringern, drehen Sie den entsprechenden Regler nach unten. Anschließend drücken Sie den ersten Taster und überprüfen die Funktion der restlichen Taster nacheinander.

Sobald alles reibungslos funktioniert, stellen Sie die gewünschte Zeit am Treppenhausautomaten ein. Damit ist die Funktionsprobe Ihrer Tasterschaltung erfolgreich abgeschlossen!

 

vorteile nachteile simple elektrotechnik
Vor- und Nachteile einer Tasterschaltung:

Die Tasterschaltung bietet zahlreiche Vorteile. Die sie zu einer beliebten Wahl für das Ein- und Ausschalten von elektrischer Beleuchtung machen.

Sie ermöglicht es, die Beleuchtung von verschiedenen Stellen aus zu steuern. Und reduziert den Verkabelungs Aufwand durch die Parallelschaltung der Taster. Darüber hinaus werden elektrische Verluste minimiert, da der Laststrom direkt zum Verbraucher geleitet wird.

 

Vorteile einer Tasterschaltung:

  • Einfache Bedienung. Tasterschaltungen bieten eine benutzer freundliche Bedienung, da sie nur einen einfachen Tastendruck erfordern, um den gewünschten Schaltvorgang auszulösen.

  • Platzsparend. Tasterschaltungen benötigen im Vergleich zu anderen Schaltungstypen weniger Platz. Dies ist besonders vorteilhaft in Anwendungen, bei denen der verfügbare Raum begrenzt ist.

  • Zuverlässigkeit. Durch ihre einfache Struktur sind Tasterschaltungen tendenziell zuverlässiger als komplexe Schaltungssysteme. Sie haben weniger bewegliche Teile und sind somit weniger anfällig für Verschleiß oder Ausfälle.

  • Geringe Kosten: Tasterschaltungen sind in der Regel kostengünstig herzustellen. Da sie weniger Komponenten erfordern und einfacher zu montieren sind. Dies macht sie zu einer wirtschaftlichen Wahl für verschiedene Anwendungen.

 

 

Nachteile einer Tasterschaltung:

  • Begrenzte Funktionalität. Tasterschaltungen bieten in der Regel eine einfache Ein- und Ausschaltfunktion. Für komplexere Schaltvorgänge oder eine feinere Steuerung sind möglicherweise zusätzliche Schaltungs elemente erforderlich.

  • Fehlauslösungen. Da Taster oft sensibel auf Berührung reagieren, können sie gelegentlich versehentlich ausgelöst werden. Dies kann zu unerwünschten Schaltvorgängen führen, insbesondere in Umgebungen mit Vibrationen oder starken Erschütterungen.

  • Beschränkte Einsatz möglichkeiten. Tasterschaltungen eignen sich hauptsächlich für einfache Anwendungen wie das Ein- und Ausschalten von Geräten. In komplexeren Schaltungssystemen mit verschiedenen Steuerungs- und Überwachungs Funktionen sind möglicherweise andere Schaltungstypen erforderlich.

  • Keine dauerhafte Verbindung. Im Gegensatz zu Schaltern, die eine dauerhafte Verbindung herstellen können. Bietet eine Tasterschaltung nur eine kurze Verbindung während des Tastendrucks. Dies kann in einigen Anwendungen, in denen eine langfristige Verbindung erforderlich ist, problematisch sein.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Vor- und Nachteile einer Tasterschaltung je nach spezifischer Anwendung variieren können. Daher ist es ratsam, die Anforderungen und Einschränkungen der jeweiligen Situation zu berücksichtigen. Um die optimale Schaltungslösung zu wählen.

 

 

 

Elektrosicherheit: Richtlinien und Vorsichtsmaßnahmen für einfache elektrotechnische Arbeiten

 

Die Sicherheit hat oberste Priorität.

allgemeiner hinweis simple elektrotechnik
  • Alle hier bereitgestellten Anleitungen und Informationen dienen rein informativen Zwecken und sollen ausschließlich zur Informationsbeschaffung und Weiterbildung verwendet werden. Sie sollten nicht als Ersatz für professionelle Beratung angesehen werden. Bei Zweifeln empfiehlt es sich, einen qualifizierten Elektriker hinzuzuziehen, um fachkundige Unterstützung zu erhalten.

  • Es ist wichtig, die örtlichen Vorschriften und Bestimmungen bei elektrischen Arbeiten zu beachten. Arbeiten mit Strom sollten nur von qualifizierten Fachleuten durchgeführt werden, da sie lebensgefährlich sein können.

  • Fehler in Anleitungen und Schaltbildern sind möglich. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr oder Haftung für Schäden oder Verletzungen, die aus der Umsetzung der bereitgestellten Informationen resultieren könnten. Es liegt in Ihrer Verantwortung, die Richtigkeit der Informationen zu überprüfen und die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

  • Die Verwendung geeigneter persönlicher Schutzausrüstung (PSA) ist entscheidend, um die Sicherheit bei elektrotechnischen Arbeiten zu gewährleisten. PSA schützt vor Stromschlägen, Augenverletzungen, thermischen und mechanischen Gefahren. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass PSA allein nicht ausreicht und durch Fachwissen, Fähigkeiten und die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften ergänzt werden muss.

  • Arbeiten an Teilen, die unter Spannung stehen, sind strengstens untersagt. Vor Beginn der Arbeiten müssen geeignete Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, einschließlich des Freischaltens der Anlage.

  • Bei Schäden durch mangelhafte Elektroinstallation haftet der Errichter der Anlage gemäß den geltenden gesetzlichen Bestimmungen.

  • Diese Zusammenfassung von Richtlinien und Vorsichtsmaßnahmen ist nicht umfassend. Bei Unsicherheiten ist es ratsam, einen qualifizierten Elektriker zu konsultieren oder sich an örtliche Vorschriften und Bestimmungen zu halten, um maximale Sicherheit zu gewährleisten.

  • Die ordnungsgemäße Installation und Wartung von elektrischen Anlagen und Geräten ist von großer Bedeutung, um mögliche Gefahren zu minimieren und ein sicheres Umfeld zu schaffen.

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Hier sind einige wichtige Begriffe aus der Elektrotechnik mit kurzen Erläuterungen:

Kirchhoffsche Gesetze

Die Kirchhoffschen Gesetze sind grundlegende Prinzipien in der elektrischen Schaltungstechnik. Das erste Gesetz besagt, dass in einem Knotenpunkt eines Stromkreises die Summe der eingehenden Ströme gleich der Summe der ausgehenden Ströme ist. Das zweite Gesetz besagt, dass in einer geschlossenen Schleife die Summe der Spannungsabfälle gleich der Summe der Spannungsquellen ist.

Spule

Eine Spule ist ein Bauteil, das aus einer gewickelten Drahtwicklung besteht. Sie erzeugt ein magnetisches Feld, wenn Strom durch sie fließt, und kann in der Induktivität messbare Effekte haben.

Stromkreis

Ein Stromkreis ist ein geschlossener Pfad, durch den der elektrische Strom fließt. Er besteht aus einer Stromquelle, Verbrauchern und Verbindungen.

Korrespondierende Leiter

Korrespondierende Leiter sind zwei Leiter, die durch elektromagnetische Induktion miteinander verbunden sind, z.B. eine Primär- und eine Sekundärspule in einem Transformator.

Leistungsfaktor

Der Leistungsfaktor ist das Verhältnis zwischen Wirkleistung (tatsächlich genutzte Leistung) und Scheinleistung (Produkt aus Strom und Spannung) in einem Wechselstromkreis. Er gibt an, wie effizient die elektrische Leistung genutzt wird.

Erdung

Die Erdung ist eine Verbindung eines elektrischen Systems oder Geräts mit der Erde. Sie dient dazu, elektrische Ströme sicher abzuleiten und das Risiko von Stromschlägen zu verringern.

Strom

Der Strom ist die elektrische Ladung, die pro Zeiteinheit durch einen elektrischen Leiter fließt. Er wird in Ampere (A) gemessen.

Schalter

Ein Schalter ist ein elektronisches Bauteil oder Gerät, das den Stromkreis unterbrechen oder schließen kann, um den Stromfluss zu steuern.

Phasenverschiebung

Die Phasenverschiebung ist der zeitliche Unterschied zwischen zwei periodischen Signalen, die in der Regel sinusförmig sind. Sie wird in Grad oder Rad gemessen und gibt an, wie weit das eine Signal in Bezug auf das andere verschoben ist.

Halbleiter

Ein Halbleiter ist ein Material, das eine elektrische Leitfähigkeit zwischen einem Isolator und einem Leiter aufweist. Halbleitermaterialien wie Silizium oder Germanium werden in der Elektronik verwendet.

Serienschaltung

Eine Serienschaltung ist eine Verbindung von elektrischen Komponenten, bei der der Strom durch jeden Verbraucher denselben Pfad nimmt. Die Gesamtspannung teilt sich auf die Verbraucher auf.

Relais

Ein Relais ist ein elektromechanisches Schaltgerät, das einen elektrischen Stromkreis steuern kann. Es besteht aus einer Spule und einem Schalter, der durch die Spule betätigt wird.

Elektromagnet

Ein Elektromagnet ist ein Magnet, der durch den Stromfluss in einer Spule erzeugt wird. Er besteht aus einem Kernmaterial und einer Spule und wird in vielen Anwendungen wie Elektromotoren eingesetzt.

Induktivität

Die Induktivität ist die Fähigkeit einer Spule, eine Spannung zu erzeugen, wenn sich der Strom durch sie ändert. Sie wird in Henry (H) gemessen und beeinflusst den Stromfluss in Wechselstromkreisen.

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