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Installationsrelais und Schütze: Unterschiede und Auswahl

Installationsrelais und Schütze schalten geeignete Lasten durch eine zugehörige Ansteuerung. Dadurch lassen sich Bedien- oder Steuersignal und Lastfunktion voneinander unterscheiden. Ein kleiner Steuerbefehl bedeutet aber nicht, dass alle beteiligten Anschlüsse ungefährlich sind.

Hier erklären wir die Geräte und ihre Auswahl. Eine Selbsthaltung, Wendesteuerung oder Stern-Dreieck-Funktion entsteht erst durch das Zusammenspiel mehrerer Bauteile und gehört zu den Schütz-Schaltungen. Diese Seite ist kein vollständiger Motoranschlussplan.

Aufbau und Funktion

Aufbau und Funktion

Ein gewöhnliches elektromagnetisches Gerät besitzt eine Spule, ein bewegtes Magnetsystem und zugeordnete Kontakte. Eine passende Ansteuerung betätigt die Kontakte. Bei einer üblichen monostabilen Ausführung kehren sie nach Wegfall der Ansteuerung in ihre definierte Ruhestellung zurück.

Schließer, Öffner und gegebenenfalls Hilfskontakte haben unterschiedliche Aufgaben. Nicht jeder Kontakt darf denselben Laststrom schalten. Ein Hilfskontakt zur Rückmeldung ist nicht automatisch ein geeigneter Leistungskontakt.

Die Prinzipgrafik trennt Ansteuerung und Kontaktwege. Die mechanische Zuordnung zeigt, welche Kontakte gemeinsam betätigt werden. Sie stellt keine elektrische Verbindung zwischen Spule und Lastkontakten her. Ob eine sichere Trennung bestimmter Spannungsbereiche vorliegt, ergibt sich erst aus den Produktdaten.

Gerätebilder und Funktionsprinzip

Relais: Ansteuerung und Kontaktfunktion. Beispiel einer monostabilen elektromagnetischen Funktion
Beispiel einer monostabilen elektromagnetischen Funktion

Varianten, Anschlüsse und Auswahl

Relais oder Schütz?

Beide Bezeichnungen überschneiden sich im allgemeinen Sprachgebrauch. Eine starre Grenze wie „ab einer bestimmten Amperezahl ist es immer ein Schütz“ ist deshalb keine brauchbare Auswahlregel. Entscheidend sind Bauart, Einsatzzweck und die angegebenen Schaltbedingungen.

AuswahlpunktBedeutung
AnsteuerungPassende AC-/DC-Spannung, Frequenz und Betriebsbedingungen
KontakteZahl, Funktion, Belastbarkeit und erforderliche Trennung
LastartOhmsche, induktive, motorische oder elektronische Lasten getrennt beurteilen
GebrauchskategorieHerstellerbemessung für die betreffende Schaltaufgabe
EinbauPlatz, Wärmeabfuhr, Umgebung, Geräusch und zulässige Montage

Ein Dauerstromwert ist nicht gleichbedeutend mit beliebigem Ein- und Ausschaltvermögen. Auch eine zulässige Heizlast lässt sich nicht einfach in dieselbe Motor- oder LED-Last umdeuten. Maßgeblich sind die passenden Tabellen und Bedingungen des tatsächlichen Geräts.

Anschlüsse und Schutzkonzept

Spulenanschlüsse können beispielsweise A1 und A2 heißen. Daraus allein folgt weder die richtige Steuerspannung noch eine generelle Gleichgültigkeit gegenüber Polarität. Elektronik oder Beschaltung kann zusätzliche Anforderungen stellen.

Last- und Hilfskontakte werden anhand ihres Geräteschaltbilds zugeordnet. Eine Frontansicht erklärt nicht die räumliche Lage aller Anschlüsse. Auch gleich aussehende Installationsschütze können unterschiedliche Kontaktkombinationen und Versorgungsvoraussetzungen besitzen.

Ein Schütz ersetzt nicht automatisch Sicherung, Überlastschutz, Motorschutz oder eine geeignete Freischalteinrichtung. Es ist Teil des geplanten Systems. Schutzgeräte, Leitungen und gegebenenfalls notwendige Verriegelungen müssen zur Anlage passen. PE wird nicht als normaler Schaltpol benutzt.

Funktionskontrolle

Funktionskontrolle

Die erwarteten Kontaktzustände werden zuerst aus dem Schaltbild abgeleitet: Welche Kontakte sollen bei Ansteuerung schließen, welche öffnen? Danach wird unter geeigneten Prüfbedingungen die tatsächliche Funktion beurteilt. Ein bloßes Spulengeräusch bestätigt nicht sämtliche Lastkontakte.

Nach Wegfall der Ansteuerung wird die vorgesehene Rückkehr geprüft, sofern die verwendete Ausführung monostabil ist. Mechanisch gehaltene oder elektronisch gespeicherte Varianten sind gesondert zu behandeln. Handbetätigung, falls vorhanden, kann die Automatik übersteuern und muss in der richtigen Stellung bleiben.

Ungewöhnliches Brummen, wiederholtes Anziehen/Abfallen, starke Erwärmung oder klebende Kontakte verlangen eine fachliche Ursachenprüfung. Ansteuerung, Versorgung, Last und Einbau können beteiligt sein. Schutzorgane werden dafür nicht überbrückt.

Vorteile und Grenzen

Vorteile und Grenzen

Geeignete Geräte ermöglichen eine klare Zuordnung von Steuer- und Lastfunktion und können mehrere Kontakte gemeinsam betätigen. Sie lassen sich in größere Steuerungen einbinden, wenn die tatsächlichen Daten dazu passen.

Grenzen ergeben sich aus Kontaktverschleiß, Lastbeanspruchung, Spulen-/Elektronikverlusten und Einbauumgebung. Schaltbare Leistung ist kein alleiniger Qualitätsmaßstab. Eine höhere aufgedruckte Stromzahl löst keine falsche Anwendung.

Fragen und weitere Informationen

Häufige Fragen

Ist ein potentialfreier Kontakt spannungsfrei?

Nicht im angeschlossenen Betrieb. Potentialfrei beschreibt den internen Bezug des Kontakts, nicht den Zustand der äußeren Anlage.

Ist das dieselbe Funktion wie beim Stromstoßschalter?

Nein. Der Stromstoßschalter hält bei der beschriebenen Grundfunktion den neuen Zustand nach dem kurzen Impuls. Ein gewöhnliches monostabiles Relais folgt dagegen seiner Ansteuerung.

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Quellen und Geräteunterlagen

Elektrosicherheit: Richtlinien und Vorsichtsmaßnahmen für einfache elektrotechnische Arbeiten

Die Sicherheit hat oberste Priorität.

  • Alle hier bereitgestellten Anleitungen und Informationen dienen rein informativen Zwecken und sollen ausschließlich zur Informationsbeschaffung und Weiterbildung verwendet werden. Sie sollten nicht als Ersatz für professionelle Beratung angesehen werden. Bei Zweifeln empfiehlt es sich, einen qualifizierten Elektriker hinzuzuziehen, um fachkundige Unterstützung zu erhalten.

  • Es ist wichtig, die örtlichen Vorschriften und Bestimmungen bei elektrischen Arbeiten zu beachten. Arbeiten mit Strom sollten nur von qualifizierten Fachleuten durchgeführt werden, da sie lebensgefährlich sein können.

  • Fehler in Anleitungen und Schaltbildern sind möglich. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr oder Haftung für Schäden oder Verletzungen, die aus der Umsetzung der bereitgestellten Informationen resultieren könnten. Es liegt in Ihrer Verantwortung, die Richtigkeit der Informationen zu überprüfen und die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

  • Die Verwendung geeigneter persönlicher Schutzausrüstung (PSA) ist entscheidend, um die Sicherheit bei elektrotechnischen Arbeiten zu gewährleisten. PSA schützt vor Stromschlägen, Augenverletzungen, thermischen und mechanischen Gefahren. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass PSA allein nicht ausreicht und durch Fachwissen, Fähigkeiten und die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften ergänzt werden muss.

  • Arbeiten an Teilen, die unter Spannung stehen, sind strengstens untersagt. Vor Beginn der Arbeiten müssen geeignete Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, einschließlich des Freischaltens der Anlage.

  • Bei Schäden durch mangelhafte Elektroinstallation haftet der Errichter der Anlage gemäß den geltenden gesetzlichen Bestimmungen.

  • Diese Zusammenfassung von Richtlinien und Vorsichtsmaßnahmen ist nicht umfassend. Bei Unsicherheiten ist es ratsam, einen qualifizierten Elektriker zu konsultieren oder sich an örtliche Vorschriften und Bestimmungen zu halten, um maximale Sicherheit zu gewährleisten.

  • Die ordnungsgemäße Installation und Wartung von elektrischen Anlagen und Geräten ist von großer Bedeutung, um mögliche Gefahren zu minimieren und ein sicheres Umfeld zu schaffen.

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Weiterführende Informationen

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