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Elektrotechnik-Lexikon: Fachbegriffe von A–Z

Was bedeutet ein Begriff, wofür steht eine Abkürzung und womit wird sie häufig verwechselt? Hier finden Sie verständliche Erklärungen aus Installation, Schutztechnik, Messungen, Beleuchtung, Antrieben und Smart Home.

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A

AbisolierlängeDie Abisolierlänge ist die Länge der am Leiterende zu entfernenden Aderisolation für einen vorgesehenen Anschluss.

Sie richtet sich nach der konkreten Klemme und den Herstellerangaben. Das leitende Material und die verbleibende Isolation dürfen beim Vorbereiten nicht beschädigt werden.

Beispiel

Eine markierte Klemme kann ihre erforderliche Abisolierlänge direkt auf dem Gehäuse angeben.

Wichtig zu unterscheiden

Ein häufig verwendeter Millimeterwert gilt nicht für jede Klemme. Zu wenig oder zu viel freies Leiterende kann unterschiedliche Anschlussprobleme verursachen.

Nur schematischer Aufbau; passende Abmessungen und Produktfreigaben nötig.
Nur schematischer Aufbau; passende Abmessungen und Produktfreigaben nötig.
AbzweigdoseEine Abzweigdose nimmt elektrische Verbindungen auf und schützt sie entsprechend ihrer vorgesehenen Bauart.

Dose, Deckel, Einführungen, Dichtungen, Leitungen und Klemmen bilden ein System. Platz und Zugänglichkeit müssen zur tatsächlichen Installation passen.

Beispiel

Eine Außenmontage verlangt eine dafür geeignete Kombination aus Gehäuse, Einführungen und Montagezustand.

Wichtig zu unterscheiden

Eine geordnete Verdrahtung ist hilfreich, aber allein kein Sicherheitsnachweis. Die erforderlichen elektrischen Prüfungen bleiben notwendig.

Abzweigdose mit Deckel
Abzweigdose mit Deckel. Beispielabbildung; Auswahl und Ausführung richten sich nach dem konkreten Produkt.
AderEine Ader besteht im üblichen Kabelkontext aus einem Leiter und seiner eigenen Isolation.

Mehrere Adern können mit weiteren Aufbauelementen in einem gemeinsamen Kabel oder einer Leitung liegen. Leiterwerkstoff, Aufbau und Isolation bestimmen unterschiedliche Eigenschaften.

Beispiel

Wird der gemeinsame Mantel einer mehradrigen Leitung entfernt, bleiben die einzeln isolierten Adern sichtbar.

Wichtig zu unterscheiden

Mantel entfernen und Ader abisolieren sind verschiedene Arbeitsschritte. Beschädigte Aderisolation ist kein bloßer Schönheitsfehler.

Prinzipaufbau, keine maßstäbliche Produktzeichnung.
Prinzipaufbau, keine maßstäbliche Produktzeichnung.
Isolierte Installationsadern
Isolierte Installationsadern. Beispielabbildung; Auswahl und Ausführung richten sich nach dem konkreten Produkt.
AderendhülseEine Aderendhülse fasst die feinen Einzeldrähte eines dafür geeigneten Leiters an seinem Ende zusammen.

Hülse, Leiterquerschnitt, Länge, Crimpwerkzeug und Klemme müssen zusammenpassen. Ob eine Hülse erforderlich, erlaubt oder ungeeignet ist, ergibt sich aus dem Anschlusskonzept und den Produktangaben.

Beispiel

Eine Klemme kann feindrähtige Leiter nur in bestimmten vorbereiteten Zuständen zulassen.

Wichtig zu unterscheiden

Eine Hülse macht nicht jede Klemme für jeden Leiter geeignet. Verzinnen ist keine pauschale Alternative zu einer vorgesehenen Leiterendbehandlung.

Nur schematischer Aufbau; passende Abmessungen und Produktfreigaben nötig.
Nur schematischer Aufbau; passende Abmessungen und Produktfreigaben nötig.
AktorEin Aktor setzt ein Steuersignal in eine vorgesehene physikalische Wirkung um, etwa Schalten, Dimmen oder Bewegen.

Die Lastseite und die Kommunikationsseite haben unterschiedliche Anforderungen. Rückmeldung, Ausfallverhalten und manuelle Bedienung sollten zum Nutzungskonzept passen.

Beispiel

Ein geeigneter Heizungsaktor verändert einen Ventilzustand, während ein Schaltaktor einen vorgesehenen Stromkreis schaltet.

Wichtig zu unterscheiden

Eine App-Schaltfläche beweist keine sichere Lasttrennung. Ein Aktor ist nicht automatisch für jede Motor- oder LED-Last geeignet.

Analog-Digital-Umsetzer (ADC)Ein ADC ordnet einem analogen Eingangssignal digitale Zahlenwerte nach seinem vorgesehenen Umsetzungsverfahren zu.

Eingangsbereich, Auflösung, Abtastung, Referenz und reale Fehler beeinflussen die Aussage. Eine hohe Bitzahl allein beweist keine entsprechende Messgenauigkeit.

Beispiel

Ein Messgerät kann eine aufbereitete Sensorspannung digitalisieren und daraus einen Messwert berechnen.

Wichtig zu unterscheiden

Digitalisierung erzeugt keine zusätzliche tatsächliche Messinformation außerhalb des geeigneten Eingangs- und Abtastbereichs. Sie ersetzt keine sichere Eingangsbeschaltung.

ADC-Umsetzungsrichtung; DAC arbeitet in der umgekehrten Richtung.
ADC-Umsetzungsrichtung; DAC arbeitet in der umgekehrten Richtung.
AnlaufstromAnlaufstrom bezeichnet den beim Start einer Maschine auftretenden Stromverlauf. Er kann sich wesentlich vom normalen Betriebsstrom unterscheiden.

Startverfahren, Motor und angeschlossene Last beeinflussen Höhe und Dauer. Einschaltströme elektronischer Geräte beruhen teilweise auf anderen Vorgängen und sind gesondert zu betrachten.

Beispiel

Ein Starter muss Lastanforderung, zulässige Netzbeanspruchung und Schutzkoordination berücksichtigen.

Wichtig zu unterscheiden

Ein kurzzeitiger hoher Strom ist nicht automatisch ein Kurzschluss. Umgekehrt darf ein zu langer oder unpassender Anlauf nicht pauschal als normal gelten.

AnschlusskennzeichnungAnschlusskennzeichnungen benennen die vorgesehenen Funktionen oder Zuordnungen an einem Gerät oder Stecksystem.

Die zugehörige Ansicht und das konkrete Produkt müssen bekannt sein. Kontaktseite und rückseitige Anschlussansicht können spiegelbildlich zueinander erscheinen.

Beispiel

Eine Zeichnung einer Kupplungs-Kontaktseite wird nicht ungeprüft als Anschlussansicht eines Steckers benutzt.

Wichtig zu unterscheiden

Eine Farbenfolge oder eine erwartete räumliche Lage ersetzt keine Kennzeichnung. Auch die Drehrichtung einer Maschine folgt nicht allein aus einem Steckbild.

AsynchronmotorEin Asynchronmotor erzeugt sein Drehmoment durch die Wechselwirkung zwischen einem rotierenden Feld und im Rotor induzierten Strömen.

Im normalen motorischen Betrieb läuft der Rotor mit einer anderen Drehzahl als das zugehörige synchrone Feld. Diese Differenz wird durch den Schlupf beschrieben.

Beispiel

Mit höherer Last verändert sich innerhalb des Betriebsbereichs der erforderliche Schlupf.

Wichtig zu unterscheiden

Die Nenndrehzahl ist deshalb nicht einfach die synchrone Felddrehzahl. Motortyp, Versorgung und Betriebsgrenzen müssen berücksichtigt werden.

AuslösezeitAuslösezeit beschreibt die Zeit zwischen einem festgelegten auslösenden Ereignis und der vorgesehenen Reaktion eines Geräts.

Welche Anfangs- und Endpunkte gelten, hängt vom Prüfverfahren ab. Eine Geräteauslösezeit und die gesamte erforderliche Abschaltzeit eines Schutzkonzepts sind sorgfältig zuzuordnen.

Beispiel

Bei einer RCD-Prüfung werden Prüfstromform, Betriebsbedingungen und das zugehörige Zeitresultat gemeinsam bewertet.

Wichtig zu unterscheiden

Ein einzelner Millisekundenwert ohne Gerätetyp und Prüfbedingungen erlaubt keine sichere Gut-Schlecht-Aussage. Keine universelle Zeitgrenze übernehmen.

AußenleiterEin Außenleiter ist ein aktiver Leiter, der nicht Neutralleiter oder Mittelleiter ist. In üblichen Wechselstrominstallationen sind L beziehungsweise L1, L2 und L3 gebräuchliche Kennzeichnungen.

Gegen einen anderen Leiter oder Erde kann eine gefährliche Spannung bestehen. Welche Spannung tatsächlich vorliegt, hängt von Versorgung und Netzform ab.

Beispiel

Eine einphasige Leuchte kann zwischen Außenleiter und Neutralleiter versorgt werden, wenn Gerät und Stromkreis entsprechend ausgelegt sind.

Wichtig zu unterscheiden

Die Isolationsfarbe allein beweist die Leiterfunktion nicht. Der umgangssprachliche Ausdruck Phase ist außerdem von Phasenlage und Phasenfolge zu unterscheiden.

Funktionsbild mit Schutzverbindung zum vorgesehenen Gehäuse.
Funktionsbild mit Schutzverbindung zum vorgesehenen Gehäuse.
AutomatisierungEine Automatisierung verbindet definierte Auslöser und Bedingungen mit vorgesehenen Aktionen.

Auslöser, Zustandsprüfung, zeitlicher Ablauf und Verhalten bei Ausfällen sollten nachvollziehbar sein. Manuelle Bedienung und automatische Regeln dürfen sich nicht unkontrolliert widersprechen.

Beispiel

Ein Bewegungsereignis kann nur bei ausreichender Dunkelheit eine passende Lichtszene aufrufen.

Wichtig zu unterscheiden

Viele Regeln ergeben nicht automatisch eine bessere Steuerung. Eine normale Smart-Home-Automation ist auch keine nachgewiesene Maschinen-Sicherheitsfunktion.

Eine Szene legt Zustände fest; eine Automation entscheidet über Aktionen.
Eine Szene legt Zustände fest; eine Automation entscheidet über Aktionen.

B

BasisschutzBasisschutz schützt im fehlerfreien Zustand gegen elektrischen Schlag. Gefährliche aktive Teile sollen dabei nicht berührbar sein.

Geeignete Isolierung, Abdeckungen oder Umhüllungen können diese Aufgabe übernehmen. Ihre Eignung hängt von Ausführung, Umgebung und vorgesehener Nutzung ab.

Beispiel

Die Aderisolation einer unbeschädigten geeigneten Leitung verhindert den direkten Kontakt mit dem leitenden Material.

Wichtig zu unterscheiden

Basisschutz allein beschreibt nicht das vollständige Schutzkonzept beim Isolationsfehler. Dafür ist auch Fehlerschutz beziehungsweise eine entsprechende verstärkte Schutzvorkehrung nötig.

BeleuchtungsstärkeDie Beleuchtungsstärke beschreibt den auf eine Fläche einfallenden Lichtstrom pro Fläche. Ihre Einheit ist Lux.

Ein Lux entspricht einem Lumen pro Quadratmeter unter der entsprechenden Betrachtung. Beleuchtungsstärke ist eine Eigenschaft der beleuchteten Stelle und nicht allein der Lichtquelle.

Beispiel

Wird dieselbe Lichtabgabe auf eine größere Fläche verteilt, sinkt im vereinfachten gleichmäßigen Beispiel die mittlere Beleuchtungsstärke.

Wichtig zu unterscheiden

Ein einzelner Messpunkt beschreibt nicht automatisch Gleichmäßigkeit, Blendung oder die gesamte Qualität einer Beleuchtungsanlage.

Lichtabgabe und auf eine Fläche einfallendes Licht unterscheiden.
Lichtabgabe und auf eine Fläche einfallendes Licht unterscheiden.
BemessungsdifferenzstromDer Bemessungsdifferenzstrom ist eine festgelegte Kenngröße einer Fehlerstrom-Schutzeinrichtung, meist mit IΔn bezeichnet.

Er ist von Bemessungsstrom, tatsächlich auftretendem Ableitstrom und einem im Prüfverfahren ermittelten Auslösestrom zu unterscheiden. Die zugehörigen Bedingungen stehen in den Geräte- und Verfahrensangaben.

Beispiel

Ein RCD trägt getrennte Angaben für den zulässigen Betriebsstrom und die Fehlerstrom-Schutzeigenschaft.

Wichtig zu unterscheiden

Der Aufdruck ist kein tatsächlich gemessener Anlagenwert. Eine passende Bemessung ersetzt auch nicht die Prüfung der gesamten Schutzmaßnahme.

BerührungsspannungBerührungsspannung ist die Spannung zwischen leitfähigen Teilen, die eine Person oder ein Tier gleichzeitig berühren kann, unter den betrachteten Bedingungen.

Tatsächliche Einwirkung und Risiko hängen auch von Kontakt, Körperweg, Umgebung und Dauer ab. Ein einzelner Spannungswert erlaubt deshalb keine allgemeine Aussage über ungefährliches Berühren.

Beispiel

Ein Isolationsfehler kann zwischen einem berührbaren Gehäuse und einem anderen Teil einen gefährlichen Potentialunterschied erzeugen.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Erdungszeichen oder eine niedrige Anzeige an ungeeigneten Messpunkten ist keine pauschale Entwarnung. Die erforderliche Schutzwirkung muss fachlich nachgewiesen werden.

BrückenschaltungBrückenschaltung bezeichnet eine Anordnung mehrerer Zweige mit einem betrachteten Querzweig. Ihre konkrete Aufgabe hängt von der Schaltung ab.

Messbrücken vergleichen beispielsweise Bauteilverhältnisse. Andere Brückenanordnungen dienen dem Gleichrichten oder dem gesteuerten Betrieb von Lasten.

Beispiel

Eine Wheatstone-Brücke kann eine Widerstandsänderung als Differenzsignal sichtbar machen.

Wichtig zu unterscheiden

Nicht jede Brückenschaltung ist eine Messbrücke. Gleichrichterbrücke und H-Brücke dürfen nicht mit identischem Funktionsprinzip erklärt werden.

BusEin Bus ist ein Kommunikationssystem, über das mehrere dafür geeignete Teilnehmer Daten nach festgelegten Regeln austauschen.

Physikalische Übertragung, Adressierung und Kommunikationsverfahren hängen vom System ab. Gemeinsame Kommunikation bedeutet nicht automatisch eine beliebige gemeinsame Energieversorgung.

Beispiel

Ein Gebäudebussystem kann Bedienbefehle von Sensoren an passende Aktoren übertragen.

Wichtig zu unterscheiden

Eine ähnliche Klemme oder Leitung beweist keine Protokollkompatibilität. Busregeln, Versorgung und Trennung müssen aus dem konkreten System bekannt sein.

D

Dahlander-SchaltungEine Dahlander-Schaltung verändert durch eine dafür ausgelegte Wicklungsanordnung die Polzahl einer Asynchronmaschine und damit ihre Drehzahlstufe.

Sie nutzt ein anderes Prinzip als eine reine Anlaufumschaltung. Konkrete Wicklungsvariante, Bemessungen und Schaltfolge folgen den Motorunterlagen.

Beispiel

Ein geeigneter Dahlander-Motor kann zwei dafür vorgesehene Drehzahlstufen besitzen.

Wichtig zu unterscheiden

Ein beliebiger Stern-Dreieck-Plan ist kein Dahlander-Anschlussplan. Auch ähnlich aussehende Klemmenzahlen beweisen keine identische Wicklung.

Digital-Analog-Umsetzer (DAC)Ein DAC erzeugt aus digitalen Eingangswerten eine zugeordnete analoge Ausgangsgröße.

Referenz, Ausgangsschaltung, Auflösung und zeitliches Verhalten bestimmen seine Eigenschaften. Ein nachgeschalteter Verstärker oder Filter kann zusätzliche Aufgaben erfüllen.

Beispiel

Eine Steuerung kann einen digitalen Sollwert über einen passenden DAC als analoge Steuerspannung ausgeben.

Wichtig zu unterscheiden

Ein DAC-Ausgang ist nicht automatisch ein Leistungsausgang für einen Motor. Belastbarkeit und Signalbereich müssen bekannt sein.

ADC-Umsetzungsrichtung; DAC arbeitet in der umgekehrten Richtung.
ADC-Umsetzungsrichtung; DAC arbeitet in der umgekehrten Richtung.
DiodeEine Halbleiterdiode hat ein richtungsabhängiges elektrisches Verhalten. Im vorgesehenen Betriebsbereich leitet sie vorwiegend in Durchlassrichtung und sperrt in Gegenrichtung.

Durchlassspannung, zulässiger Strom, Sperrspannung und Temperatur sind reale Bauteileigenschaften. Spezielle Dioden nutzen bestimmte weitere Effekte gezielt aus.

Beispiel

Ein Gleichrichter kann geeignete Dioden verwenden, um Wechselgrößen gleichzurichten.

Wichtig zu unterscheiden

Eine Diode ist kein idealer Einbahnleiter bei jeder beliebigen Spannung. LED, Z-Diode und Gleichrichterdiode sind nicht ohne Prüfung austauschbar.

Vereinfachtes Diodenprinzip ohne reale Kennlinie oder feste Durchlassspannung.
Vereinfachtes Diodenprinzip ohne reale Kennlinie oder feste Durchlassspannung.
DrehfeldEin Drehfeld ist ein räumlich rotierendes magnetisches Feld. Geeignete mehrphasige Wicklungen können es durch zeitlich versetzte Ströme erzeugen.

Das Prinzip ermöglicht den Betrieb vieler Wechselstrommotoren. Feldrichtung und Drehzahl hängen vom Versorgungssystem und dem jeweiligen Maschinenaufbau ab.

Beispiel

Die Phasenfolge einer dreiphasigen Versorgung kann die Feldrichtung einer entsprechend angeschlossenen Maschine beeinflussen.

Wichtig zu unterscheiden

Die Anzeige eines Drehfeldprüfers beschreibt die elektrische Anschlussfolge. Die reale mechanische Drehrichtung ist zusätzlich im passenden Verfahren zu beurteilen.

DrehfeldprüfungEine Drehfeldprüfung untersucht die Phasenfolge an einer festgelegten Messstelle eines geeigneten mehrphasigen Systems.

Anschluss, Geräteeignung und Interpretation richten sich nach dem Prüfgerät. Die Anzeige beschreibt die betrachtete elektrische Folge, nicht unmittelbar jede mechanische Maschinenbewegung.

Beispiel

Ein Motor kann trotz erwarteter Phasenfolge durch seine Anschlusszuordnung eine gesonderte Drehrichtungskontrolle benötigen.

Wichtig zu unterscheiden

Rechtsdrehfeld ist keine vollständige Anlagenprüfung. Leiter dürfen nicht für einen Versuch ohne sicheres fachliches Verfahren vertauscht werden.

DrehmomentDrehmoment beschreibt die Drehwirkung einer Kraft um eine Achse. Seine Einheit ist Newtonmeter.

Bei rotierender Bewegung hängen mechanische Leistung, Drehmoment und Winkelgeschwindigkeit zusammen: P = M · ω. Die Anforderung einer Last kann sich beim Anlauf stark vom Dauerbetrieb unterscheiden.

Beispiel

Ein Antrieb muss das erforderliche Lastmoment während des vorgesehenen Hochlaufs aufbringen können.

Wichtig zu unterscheiden

Hohe elektrische Anschlussleistung allein beweist keinen passenden Anlauf. Übersetzung, Drehzahlbereich und Lastverlauf gehören zur Auswahl.

DrehstromEin symmetrisches Drehstromsystem besteht aus drei sinusförmigen Wechselgrößen gleicher Frequenz mit jeweils 120° Versatz.

Spannung zwischen Außenleitern und Spannung gegen den Neutralpunkt sind zu unterscheiden. Im idealen symmetrischen Sternsystem besteht die √3-Beziehung der Spannungen.

Beispiel

Im benannten 230/400-V-Beispiel liegen rund 230 V zwischen Außenleiter und N sowie rund 400 V zwischen Außenleitern.

Wichtig zu unterscheiden

Nicht jeder Verbraucher benötigt N, und nicht jeder Motor verträgt jede Verschaltung an dieser Versorgung. Die tatsächlichen Gerätedaten sind entscheidend.

DurchgängigkeitDurchgängigkeit beschreibt eine vorhandene elektrische Verbindung entlang eines festgelegten Prüfwegs.

Das geeignete Prüfverfahren und seine Bewertung hängen von der Aufgabe ab. Messleitungen, Kontaktstellen und parallele leitfähige Wege können das Ergebnis beeinflussen.

Beispiel

Bei einer Schutzleiterprüfung wird der vorgesehene Schutzweg zwischen definierten Punkten untersucht.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Piepton eines beliebigen Multimeters beweist nicht automatisch die erforderliche Schutzleiterqualität. Ein anderer paralleler Weg kann eine Unterbrechung verdecken.

E

Elektrische LadungElektrische Ladung ist eine physikalische Größe, die elektrische Wechselwirkungen beschreibt. Ihre Einheit ist Coulomb.

Ein Strom beschreibt, wie viel Ladung eine betrachtete Stelle pro Zeit passiert. Bei konstantem Strom gilt für die transportierte Ladung Q = I · t. Ladung und elektrische Energie sind verschiedene Größen.

Beispiel

Ein konstanter Strom von 1 A transportiert in einer Sekunde eine Ladung von 1 C.

Wichtig zu unterscheiden

Das Formelzeichen Q wird in anderem Zusammenhang auch für Blindleistung verwendet. Einheit und Kontext müssen deshalb mitgelesen werden.

Elektrische und magnetische FelderElektrische und magnetische Felder beschreiben elektrische beziehungsweise magnetische Wirkungen im Raum.

Elektrische Ladungen und zeitabhängige Vorgänge stehen mit diesen Feldern in Zusammenhang. Das magnetische Feld eines Strompfads hängt unter anderem von Strom und Geometrie ab.

Beispiel

Die Anordnung von Hin- und Rückleiter kann das äußere Feld einer Verbindung beeinflussen.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Feldbegriff allein erlaubt keine pauschale Aussage über gesundheitliche Wirkung oder Grenzwerte. Dafür sind Frequenz, Stärke, Exposition und geeignete Fachgrundlagen nötig.

ElektromagnetEin Elektromagnet erzeugt sein Magnetfeld durch elektrischen Strom in einer dafür vorgesehenen Spule.

Ein geeigneter Kern kann die Wirkung beeinflussen und konzentrieren. Die magnetische und thermische Auslegung bestimmt das vorgesehene Verhalten.

Beispiel

Ein elektromechanisches Relais nutzt die magnetische Wirkung zur Betätigung von Kontakten.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Kern ist kein notwendiges Merkmal jedes Elektromagneten. Die Spule darf nicht allein anhand ihrer mechanischen Größe an eine Versorgung angeschlossen werden.

Relaisprinzip: gleiche Betätigung, getrennte Funktionsdarstellung.
Relaisprinzip: gleiche Betätigung, getrennte Funktionsdarstellung.
Elektromagnetische VerträglichkeitEMV ist die Fähigkeit, in der elektromagnetischen Umgebung bestimmungsgemäß zu arbeiten, ohne unzulässige Störungen für andere Betriebsmittel zu verursachen.

Störaussendung und Störfestigkeit sind unterschiedliche Seiten dieser Betrachtung. Gerät, Leitungen, Installation und Umgebung wirken zusammen.

Beispiel

Die Leitungsführung und vorgesehene Schirmanbindung eines Umrichters können Teil seiner Herstelleranforderungen sein.

Wichtig zu unterscheiden

Ein einzelnes Filter oder ein Metallgehäuse beweist keine vollständige EMV-Eignung. Improvisierte Schirmanbindungen können andere Anforderungen verletzen.

EnergieElektrische Energie beschreibt die übertragene oder umgesetzte Energiemenge. Gebräuchliche Einheiten sind Joule und Kilowattstunde.

Bei konstanter Leistung gilt E = P · t. Bei veränderlicher Leistung wird deren Verlauf über die Zeit berücksichtigt. Eine Kilowattstunde entspricht beispielsweise einer Stunde Betrieb mit einem Kilowatt konstanter Leistung.

Beispiel

100 W während fünf Stunden ergeben 0,1 kW × 5 h = 0,5 kWh.

Wichtig zu unterscheiden

Die Leistungsangabe auf einem Netzteil beschreibt nicht automatisch dessen dauerhaften Energiebezug. Last, Verluste und Betriebszeit entscheiden.

100 W über 5 h ergeben 0,5 kWh.
100 W über 5 h ergeben 0,5 kWh.
ErdungErdung ist eine elektrische Verbindung mit der Erde. Sie kann je nach Ausführung Schutz- oder Funktionsaufgaben erfüllen.

Erder, Erdungsleiter und die vorgesehenen Anschlussstellen gehören zur konkreten Anordnung. Das Erdreich ist kein überall ideal gleiches Nullpotential.

Beispiel

Ein geerdeter Quellpunkt und ein geerdetes Gerätegehäuse können je nach Netzform über unterschiedliche Wege verbunden sein.

Wichtig zu unterscheiden

Geerdet bedeutet nicht automatisch spannungsfrei. Eine Erdverbindung allein ist kein vollständiger Schutz gegen elektrischen Schlag.

Nur erforderliche und vorgesehene Teile; keine universelle Anschlussliste.
Nur erforderliche und vorgesehene Teile; keine universelle Anschlussliste.
ErstprüfungDie Erstprüfung untersucht eine neue oder entsprechend geänderte elektrische Anlage vor ihrer vorgesehenen Inbetriebnahme nach den maßgeblichen Anforderungen.

Besichtigen, Erproben, Messen, Bewerten und Dokumentieren gehören zusammen. Umfang und Schnittstellen einer Änderung müssen nachvollziehbar festgelegt sein.

Beispiel

Ein neuer Stromkreis wird mit seinen erforderlichen Verbindungen und Auswirkungen auf die bestehende Versorgung betrachtet.

Wichtig zu unterscheiden

Eine erfolgreiche Funktionsprobe oder ein einzelner Messwert ersetzt keine vollständige erforderliche Erstprüfung. Länderbezug und Prüfobjekt dürfen nicht unbemerkt wechseln.

EthernetEthernet beschreibt eine Familie von Verfahren für lokale Datenverbindungen. Häufig erfolgt die Übertragung über geeignete Kupfer- oder Glasfaserstrecken.

Steckerform, Leitungskategorie, Übertragungsvariante und angeschlossene Geräte müssen zusammenpassen. IP ist eine darüber verwendbare Protokollebene und nicht identisch mit Ethernet.

Beispiel

Ein geeigneter Switch verbindet mehrere Ethernet-Teilnehmer innerhalb der vorgesehenen Netzstruktur.

Wichtig zu unterscheiden

Ein RJ45-ähnlicher Anschluss beweist nicht jede Ethernet- oder PoE-Freigabe. Fremde Systeme können ähnliche Steckformen verwenden.

F

FarbtemperaturDie Farbtemperatur beziehungsweise korrelierte Farbtemperatur beschreibt eine Eigenschaft der wahrgenommenen Lichtfarbe. Sie wird in Kelvin angegeben.

Bei vielen weißen Lichtquellen wirkt ein niedrigerer Wert wärmer und ein höherer kühler. Für reale LED-Spektren wird eine korrelierte Farbtemperatur verwendet.

Beispiel

Zwei weiße Leuchten können eine ähnliche CCT haben und Farben von Gegenständen trotzdem unterschiedlich wiedergeben.

Wichtig zu unterscheiden

Kelvin ist hier keine Gehäusetemperatur und kein Helligkeitswert. Farbwiedergabe, Lichtstrom und Farbort sind zusätzliche Eigenschaften.

FarbwiedergabeFarbwiedergabe beschreibt, wie die Beleuchtung die wahrgenommenen Farben von Gegenständen im Vergleich zu einer festgelegten Referenz beeinflusst.

Kennzahlen wie Ra beziehungsweise CRI fassen bestimmte Bewertungsverfahren zusammen. Eine einzelne Zahl bildet nicht jede Farbeingenschaft und Anwendung vollständig ab.

Beispiel

Bei der Auswahl einer Arbeitsplatzbeleuchtung können Farbtemperatur und Farbwiedergabe getrennt wichtig sein.

Wichtig zu unterscheiden

Gleiche Kelvin-Angabe bedeutet nicht gleiche Farbwiedergabe. Auch eine hohe Kennzahl beweist keine passende Blendungsbegrenzung oder Beleuchtungsstärke.

FehlerschutzFehlerschutz schützt gegen elektrischen Schlag unter bestimmten Fehlerbedingungen, etwa bei einem Isolationsfehler.

Eine dafür vorgesehene Kombination aus Schutzverbindungen und Abschaltung kann gefährliche Zustände begrenzen. Andere Schutzkonzepte können mit doppelter oder verstärkter Isolierung arbeiten.

Beispiel

Wird ein geeignet angebundenes Klasse-I-Gehäuse durch einen Fehler aktiv, muss das geplante Schutzsystem die erforderliche Wirkung erreichen.

Wichtig zu unterscheiden

Ein angeschlossener grün-gelber Leiter beweist diese Wirkung nicht allein. Schutzweg, Schutzorgan und Anlage müssen zusammenpassen und geprüft sein.

Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD)RCD ist der Oberbegriff für Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen, die auf einen festgelegten Differenzstrom reagieren.

Die durch den vorgesehenen Messbereich geführten aktiven Leiter werden gemeinsam betrachtet. Fließt ein Teilstrom über einen anderen Weg zurück, kann eine Differenz entstehen. Bauart und Fehlerstromform müssen zur Anwendung passen.

Beispiel

Ein RCCB erfüllt eine Fehlerstrom-Schutzfunktion ohne integrierten Überstromschutz; ein RCBO kombiniert beide Funktionen.

Wichtig zu unterscheiden

Ein reiner RCD ersetzt keinen Überstromschutz und keinen erforderlichen PE. Auch erkennt er nicht jede mögliche gefährliche Berührung.

Prinzip: PE außerhalb der gemeinsamen Erfassung der aktiven Leiter.
Prinzip: PE außerhalb der gemeinsamen Erfassung der aktiven Leiter.
FI/LS-Schalter (RCBO)Ein RCBO kombiniert Fehlerstromschutz und Überstromschutz in einem dafür vorgesehenen Gerät.

Fehlerstromtyp, Überstromkennlinie, Bemessung und Ausschaltvermögen müssen zur Anwendung passen. Die kombinierte Bauform beseitigt keine Anforderungen an Leiter und Schutzverbindungen.

Beispiel

Ein einzelner Endstromkreis kann mit einem passend ausgewählten RCBO geschützt werden.

Wichtig zu unterscheiden

RCD und RCBO sind keine gleichbedeutenden Bezeichnungen. Der erste Begriff beschreibt eine Gerätefamilie, der zweite eine bestimmte kombinierte Funktion.

Funktionsvergleich, keine konkrete Gerätebemessung.
Funktionsvergleich, keine konkrete Gerätebemessung.
FilterEin Filter beeinflusst ein Signal abhängig von Frequenz oder anderen festgelegten Eigenschaften.

Analoge und digitale Verfahren können unterschiedliche Bereiche dämpfen oder bevorzugt übertragen. Der tatsächliche Frequenzgang enthält Übergänge und mögliche Phasenänderungen.

Beispiel

Ein Tiefpass kann schnelle Signalanteile gegenüber langsameren Anteilen abschwächen.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Filter blockiert nicht automatisch jede Störung vollständig. Nutzsignal, Störspektrum und mögliche Beeinflussung der Signalform sind gemeinsam zu betrachten.

Flimmern und zeitliche LichtmodulationZeitliche Lichtmodulation ist eine Änderung der Lichtabgabe über die Zeit. Je nach Verlauf und Beobachtung können Flimmern oder andere Wahrnehmungseffekte entstehen.

Versorgung, Treiber und Dimmverfahren beeinflussen den Verlauf. Die bloße Schaltfrequenz beschreibt nicht jede Eigenschaft und nicht automatisch die vollständige Wahrnehmungswirkung.

Beispiel

Eine ungeeignete Dimmer-Treiber-Kombination kann bei bestimmten Einstellungen auffällige Helligkeitsschwankungen zeigen.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Smartphone-Kamerabild ist kein allgemeiner normgerechter Flimmernachweis. Es kann durch die Aufnahme selbst zusätzliche Streifen oder Effekte zeigen.

FreischaltenFreischalten bedeutet, die betroffene Anlage oder den Arbeitsbereich von den maßgeblichen elektrischen Einspeisungen zu trennen.

Der Arbeitsbereich und mögliche weitere Quellen müssen bekannt sein. Gegen Wiedereinschalten sichern und Spannungsfreiheit feststellen sind eigenständige weitere Schritte.

Beispiel

Neben der normalen Versorgung können PV, Speicher, USV oder fremdgespeiste Steuerkreise berücksichtigt werden müssen.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Aus-Befehl über App, Taster oder Steuerung beweist keine sichere Trennung. Gerätefunktion und Trennfunktion sind zu unterscheiden.

FrequenzDie Frequenz gibt die Anzahl der Perioden eines periodischen Vorgangs pro Zeit an. Ihre Einheit ist Hertz.

Bei einer Sinusschwingung umfasst eine Periode einen vollständigen positiven und negativen Verlauf. Die Periodendauer T und die Frequenz hängen durch f = 1/T zusammen.

Beispiel

Eine gedachte Schwingung mit 50 Hz wiederholt sich alle 0,02 s. Das ist ein Rechenbeispiel für den Zusammenhang.

Wichtig zu unterscheiden

Frequenz ist nicht die Spannungshöhe. Gleiche Effektivspannung bei anderer Frequenz kann für ein Betriebsmittel trotzdem andere Bedingungen bedeuten.

FrequenzgangDer Frequenzgang beschreibt, wie ein System sinusförmige Eingangsgrößen verschiedener Frequenz in Betrag und Phase überträgt.

Mess- oder Modellbedingungen müssen bekannt sein. Der Verlauf kann Verstärkung, Dämpfung, Resonanzen und Phasenänderungen zeigen.

Beispiel

Ein Filter hat im Übergangsbereich einen anderen Übertragungsfaktor als in seinem vorgesehenen Durchlassbereich.

Wichtig zu unterscheiden

Eine einzige Grenzfrequenz beschreibt nicht das gesamte Zeit- und Übertragungsverhalten. Auch die Belastung kann den tatsächlichen Verlauf verändern.

FrequenzumrichterEin Frequenzumrichter erzeugt eine für den vorgesehenen Antrieb steuerbare elektrische Ausgangsversorgung mit veränderbarer Frequenz und weiteren geregelten Eigenschaften.

Er kann Motordrehzahl und Betriebsverhalten beeinflussen. Motorfreigabe, EMV, Schutzmaßnahmen, Leitungsführung und Herstelleranforderungen müssen berücksichtigt werden.

Beispiel

Ein geeigneter Antrieb kann seine Drehzahl an den Prozess anpassen, statt nur zwischen festen Schaltstufen zu wechseln.

Wichtig zu unterscheiden

Ausgangssignale sind nicht einfach die unveränderte Netzsinusspannung. Gespeicherte Energie kann nach dem Ausschalten weiterhin relevant sein.

G

Gateway und BridgeGateway und Bridge bezeichnen Verbindungsaufgaben zwischen Netzen oder Systemen. Die genaue Funktion ergibt sich aus dem jeweiligen Produkt und Kontext.

Eine Umsetzung zwischen Anwendungsprotokollen ist etwas anderes als reines Weiterleiten von Netzwerkpaketen. Ein Hub kann mehrere Rollen zugleich übernehmen.

Beispiel

Eine geeignete Matter-Bridge kann bestimmte Geräte eines anderen Systems in einem Matter-System verfügbar machen.

Wichtig zu unterscheiden

Die Wörter sind keine allgemeine Kompatibilitätsgarantie. Ein Thread Border Router übersetzt nicht allein deshalb beliebige Zigbee-Geräte nach Matter.

Protokollverbindung und Thread/IP-Netzverbindung als unterschiedliche Rollen.
Protokollverbindung und Thread/IP-Netzverbindung als unterschiedliche Rollen.
GleichrichterEin Gleichrichter wandelt Wechselgrößen in eine gleichgerichtete Ausgangsgröße um.

Dioden- oder gesteuerte Schaltungen können dafür verwendet werden. Glättung, Regelung und galvanische Trennung sind zusätzliche Funktionen und nicht allein durch den Begriff gegeben.

Beispiel

Eine Brückengleichrichtung kann beide Halbwellen einer geeigneten Wechselversorgung nutzen.

Wichtig zu unterscheiden

Gleichgerichtet bedeutet nicht automatisch glatt, geregelt oder berührungssicher. Der Ausgang kann weiterhin gefährliche Spannungen und gespeicherte Energie aufweisen.

GleichstromBei Gleichstrom bleibt die Stromrichtung gleich. Der Betrag muss dabei nicht unter allen Umständen konstant sein.

Eine ideale Gleichspannungsquelle hat feste Polarität und konstanten Spannungswert. Reale Quellen können schwanken; ein pulsierender gleichgerichteter Strom ist deshalb von einem ideal konstanten Gleichstrom zu unterscheiden.

Beispiel

Eine Batterie versorgt ein geeignetes Gerät mit festgelegter Polarität. Elektronik kann daraus weitere Spannungen erzeugen.

Wichtig zu unterscheiden

Eine AC-Schaltangabe eines Kontakts ist keine automatische DC-Freigabe. Auch niedrige Gleichspannungen sind nicht unabhängig von Quelle und Umgebung ungefährlich.

H

HalbleiterHalbleiter sind Werkstoffe, deren elektrische Eigenschaften gezielt für elektronische Bauelemente genutzt und beeinflusst werden können.

Dotierung, elektrische Felder, Temperatur und Licht können das Verhalten beeinflussen. Daraus entstehen unterschiedliche Bauteile wie Dioden und Transistoren.

Beispiel

Ein Halbleitersensor kann eine physikalische Größe in ein elektrisch auswertbares Signal umsetzen.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Halbleiter ist nicht einfach ein beliebiger Widerstand „zwischen Leiter und Isolator“. Entscheidend sind sein Materialverhalten und die konkrete Bauteilstruktur.

HauptstromkreisDer Hauptstromkreis führt in einer Schaltanordnung die für die vorgesehene Last bestimmte elektrische Energie.

Leitungen, Hauptkontakte und Schutzorgane werden nach den tatsächlichen Anforderungen ausgewählt. Die Steuerung kann davon getrennte Bemessungen und Einspeisungen haben.

Beispiel

Bei einem Motorstarter verläuft die Lastversorgung über die vorgesehenen Hauptkontakte zum Motor.

Wichtig zu unterscheiden

Ein abgeschalteter Steuerkreis beweist nicht, dass der Hauptstromkreis spannungsfrei ist. Auch umgekehrt können fremdgespeiste Steuerteile aktiv bleiben.

HochpassfilterEin Hochpass überträgt höhere Frequenzen gegenüber niedrigeren bevorzugt, bezogen auf seinen vorgesehenen Frequenzbereich.

Grenzbereich, Bauteilwerte und Belastung beeinflussen den tatsächlichen Verlauf. Die Schaltung kann tieffrequente oder konstante Signalanteile vermindern.

Beispiel

Eine geeignete Signalkopplung kann einen Gleichanteil von einer nachfolgenden Stufe fernhalten.

Wichtig zu unterscheiden

Das bedeutet keine beliebige galvanische oder sichere Schutztrennung. Signalfilter und elektrische Schutzmaßnahme sind unterschiedliche Aufgaben.

Qualitativer Verlauf: tiefere Frequenzen werden stärker gedämpft.
Qualitativer Verlauf: tiefere Frequenzen werden stärker gedämpft.
HystereseHysterese bedeutet, dass der Zustand eines Systems vom vorausgegangenen Verlauf seiner Eingangsgröße abhängt.

Bei einem Schaltgerät können dadurch unterschiedliche Ein- und Ausschaltschwellen entstehen. Das kann häufiges Umschalten bei kleinen Schwankungen um einen Grenzwert vermeiden.

Beispiel

Ein Temperaturregler kann unterhalb einer unteren Schwelle einschalten und oberhalb einer höheren Schwelle wieder ausschalten.

Wichtig zu unterscheiden

Hysterese ist keine reine Zeitverzögerung. Ein Gerät kann beide Eigenschaften zusätzlich und getrennt besitzen.

I

ImpedanzDie Impedanz beschreibt bei sinusförmigen Wechselgrößen das komplexe Verhältnis von Spannung zu Strom. Ihre Einheit ist Ohm.

Sie berücksichtigt ohmsche und reaktive Anteile sowie deren Phasenbeziehung. Frequenz und Betriebsbedingungen können den Wert beeinflussen.

Beispiel

Ein realer Strompfad mit induktiven Eigenschaften kann sich bei Wechselstrom anders verhalten als bei einer einfachen Gleichstrombetrachtung.

Wichtig zu unterscheiden

Impedanz und ohmscher Widerstand sind nicht uneingeschränkt gleichzusetzen. Ein Betrag ohne Frequenz und Kontext beschreibt nicht jede Eigenschaft.

InduktivitätInduktivität beschreibt den Zusammenhang zwischen elektrischem Strom und magnetischer Flussverkettung. Ihre Einheit ist Henry.

Im einfachen linearen Modell ergibt eine Stromänderung eine Induktionsspannung entsprechend der Änderungsrate. Geometrie, Kern und Betriebszustand können das reale Verhalten beeinflussen.

Beispiel

Eine Drossel nutzt induktive Eigenschaften beispielsweise zur Beeinflussung eines Stromverlaufs.

Wichtig zu unterscheiden

Induktivität ist kein ohmscher Widerstand. Ein ideales induktives Element speichert Energie, während reale Wicklungen zusätzlich Verluste besitzen.

Energiespeicherung in idealen linearen C- und L-Modellen.
Energiespeicherung in idealen linearen C- und L-Modellen.
IP-AdresseEine IP-Adresse dient der Adressierung innerhalb eines IP-Netzes. IPv4 und IPv6 verwenden unterschiedliche Adressformate.

Adresse, Netzbereich und Routing beeinflussen, welche Teilnehmer erreichbar sind. Eine lokale Adresse ist nicht automatisch aus dem Internet zugänglich.

Beispiel

Ein Gerät kann im Heimnetz eine Adresse besitzen und trotzdem keine Verbindung zu einem externen Dienst haben.

Wichtig zu unterscheiden

IP bei Netzwerken bedeutet Internet Protocol. IP bei einer Gehäuseschutzart beschreibt einen ganz anderen Zusammenhang.

IP-SchutzartDie IP-Schutzart beschreibt festgelegte Gehäuseschutz-Eigenschaften gegen Zugang, feste Fremdkörper und Wasser.

Die erste Kennziffer betrifft Zugang beziehungsweise Fremdkörper, die zweite Wasser. Bedingungen wie montiert, geschlossen oder gesteckt gehören zur Produktbewertung.

Beispiel

Bei IP44 werden die beiden Ziffern getrennt gelesen; sie bilden keine gemeinsame Zahl vierundvierzig.

Wichtig zu unterscheiden

Eine höhere zweite Ziffer deckt nicht automatisch jede andere Wasserbeanspruchung ab. IP ist außerdem keine Aussage über UV-, Chemikalien- oder elektrische Schutzklasse.

IsolationswiderstandIsolationswiderstand beschreibt den elektrischen Widerstand über einen betrachteten Isolationsweg zwischen festgelegten Punkten.

Die Messung verwendet ein geeignetes Prüfverfahren mit vorgegebenen Bedingungen. Angeschlossene Elektronik, Überspannungsschutz und weitere Komponenten können besondere Vorbereitung verlangen.

Beispiel

Ein Messergebnis wird zusammen mit Prüfobjekt, Messpunkten, Prüfspannung und Bewertung dokumentiert.

Wichtig zu unterscheiden

Ein günstiger Wert an einem Leiterpaar beweist nicht jede andere Isolation der Anlage. Eine Prüftaste am RCD ist keine Isolationsmessung.

K

Kabel und LeitungKabel und Leitungen sind elektrische Verbindungsmittel mit unterschiedlichen Bauarten. Die genaue Verwendung der Begriffe hängt vom Produkt- und Normkontext ab.

Entscheidend für die Auswahl sind konkrete Bauart, Leiter, Isolation, Umgebung und Herstellerfreigabe. Eine alltagssprachliche Bezeichnung ersetzt diese Angaben nicht.

Beispiel

Eine einzelne isolierte Aderleitung und eine mehradrige ummantelte Installationsleitung haben unterschiedliche Aufbauten und Einsatzbedingungen.

Wichtig zu unterscheiden

Aus dem Wort Kabel allein folgt keine Erdverlegung, UV-Eignung oder zulässige Strombelastung. Der konkrete Typ ist maßgeblich.

Prinzipaufbau, keine maßstäbliche Produktzeichnung.
Prinzipaufbau, keine maßstäbliche Produktzeichnung.
Installationskabel auf Trommeln
Installationskabel auf Trommeln. Beispielabbildung; Auswahl und Ausführung richten sich nach dem konkreten Produkt.
KapazitätKapazität beschreibt im einfachen linearen Fall das Verhältnis gespeicherter Ladung zur zugehörigen Spannung: C = Q/U.

Ihre Einheit ist Farad. Bauform und Dielektrikum beeinflussen die Eigenschaften realer Kondensatoren; die gespeicherte Energie ist eine eigene abgeleitete Größe.

Beispiel

Bei gleicher angelegter Spannung speichert eine größere ideale Kapazität mehr Ladung.

Wichtig zu unterscheiden

Farad ist keine Spannungsfestigkeit. Ein passender Kapazitätswert macht einen Kondensator nicht automatisch für eine bestimmte Versorgung geeignet.

Energiespeicherung in idealen linearen C- und L-Modellen.
Energiespeicherung in idealen linearen C- und L-Modellen.
Kirchhoffsche GesetzeDie Kirchhoffschen Regeln beschreiben grundlegende Zusammenhänge von Strömen an Knoten und Spannungen in Maschen eines geeigneten Schaltungsmodells.

Am Knoten ergibt die vorzeichenrichtig angesetzte Stromsumme null. In einer geschlossenen Masche ist die algebraische Spannungssumme im passenden Modell ebenfalls null. Bezugspfeile und Vorzeichen müssen konsequent verwendet werden.

Beispiel

Teilt sich ein Strom von 0,2 A in zwei gleiche Zweige, fließen im betrachteten idealen Beispiel je 0,1 A.

Wichtig zu unterscheiden

Schaltungsanalyse kann Bauteilmodelle und weitere Zusammenhänge benötigen. Ein einfaches Gleichstrommodell beschreibt nicht automatisch jedes elektromagnetische Verhalten.

2 × 120 Ω in Reihe an 12 V: 240 Ω, 0,05 A, je 6 V.
2 × 120 Ω in Reihe an 12 V: 240 Ω, 0,05 A, je 6 V.
KNXKNX ist ein standardisiertes System zur Gebäudeautomation mit festgelegten Kommunikations- und Gerätefunktionen.

Es kann unterschiedliche dafür vorgesehene Übertragungsarten verwenden. Planung, Parametrierung, Versorgung und Zuordnung der Teilnehmer gehören zur konkreten Anlage.

Beispiel

Ein geeigneter KNX-Sensor kann Befehle an entsprechend konfigurierte Aktoren senden.

Wichtig zu unterscheiden

KNX ist nicht gleichbedeutend mit einer einzelnen App oder einem beliebigen Zweidrahtanschluss. Eine Änderung kann Kenntnisse der Projektierung und Schutzanforderungen verlangen.

KondensatorEin Kondensator ist ein Bauteil mit Kapazität, das Energie im elektrischen Feld speichern kann.

Sein Verhalten hängt unter anderem von Kapazität, Spannung, Bauart und Frequenz ab. Reale Bauteile haben zusätzliche Verluste und Betriebsgrenzen.

Beispiel

Ein geeigneter Kondensator kann in einer Versorgung Spannungsschwankungen vermindern.

Wichtig zu unterscheiden

Ein ausgeschaltetes Gerät kann noch gespeicherte Energie enthalten. Spannungsfestigkeit und gegebenenfalls Polarität dürfen nicht aus der Gehäusegröße geraten werden.

Energiespeicherung in idealen linearen C- und L-Modellen.
Energiespeicherung in idealen linearen C- und L-Modellen.
KonstantspannungsversorgungEine Konstantspannungsversorgung regelt ihre Ausgangsspannung innerhalb der angegebenen Bedingungen auf einen vorgesehenen Wert.

Der tatsächlich fließende Strom hängt von der geeigneten angeschlossenen Last ab. Stromgrenze, Leistung und Lastverhalten müssen zur Versorgung passen.

Beispiel

Ein für eine bestimmte Gleichspannung ausgelegter LED-Streifen kann eine dafür passende CV-Versorgung benötigen.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Netzteil mit höherer möglicher Stromabgabe zwingt nicht automatisch diesen Maximalstrom durch jede Last. Richtige Spannung und Schutz bleiben trotzdem entscheidend.

Qualitative Gegenüberstellung der geregelten Ausgangsgröße.
Qualitative Gegenüberstellung der geregelten Ausgangsgröße.
KonstantstromversorgungEine Konstantstromversorgung regelt den Ausgangsstrom innerhalb ihrer vorgesehenen Arbeitsgrenzen auf einen festgelegten Wert.

Die benötigte Ausgangsspannung ergibt sich aus der angeschlossenen geeigneten Last, solange der zulässige Bereich eingehalten wird. Lastanzahl und Verschaltung müssen zum Treiber passen.

Beispiel

Ein dafür ausgelegtes LED-Modul kann an einem passenden Konstantstromtreiber betrieben werden.

Wichtig zu unterscheiden

CC bedeutet nicht, dass jede beliebige Last angeschlossen werden darf. Ein unpassender Strom kann LEDs trotz passender Wattangabe beschädigen.

Qualitative Gegenüberstellung der geregelten Ausgangsgröße.
Qualitative Gegenüberstellung der geregelten Ausgangsgröße.
Korrespondierende LeiterKorrespondierende Leiter verbinden die zugehörigen Umschaltkontakte einer Wechselschaltung. Bei Kreuzschaltungen verlaufen sie zusätzlich über geeignete Kreuzschalter.

Ihre Zuordnung wird aus Schaltbild, Gerätekennzeichnung und tatsächlichem Verlauf bestimmt. Die einfache Zweistellen-Schaltung hat zwei solche Verbindungswege.

Beispiel

Die Stellung der Schalter bestimmt, ob der ausgewählte Pfad zur Leuchte geschlossen ist.

Wichtig zu unterscheiden

Diese Leiter sind keine durch Induktion gekoppelten Transformatorwicklungen. Eine wörtliche Übersetzung als coupled conductors wäre hier irreführend.

KurzschlussEin Kurzschluss verbindet Punkte, die betriebsmäßig getrennt sein sollen, über eine vergleichsweise geringe Impedanz.

Der mögliche Strom wird durch Quelle, Leitungen und den gesamten Fehlerweg begrenzt. Geeignete Schutzeinrichtungen müssen zur Anlage und zum möglichen Kurzschlussstrom passen.

Beispiel

Eine beschädigte Isolation kann eine unbeabsichtigte Verbindung zwischen aktiven Leitern ermöglichen.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Kurzschluss ist keine gewöhnliche Überlast. Auch ein Fehler zwischen zwei aktiven Leitern wird nicht durch jeden reinen RCD erkannt.

KurzschlussstromKurzschlussstrom ist der Strom bei einem betrachteten Kurzschluss. Prospektiver Kurzschlussstrom beschreibt den unter festgelegten Bedingungen zu erwartenden Wert.

Quellimpedanz, Leitungsweg und Fehlerart beeinflussen ihn. Für die Schutzbewertung sind unter anderem Abschaltverhalten und geeignetes Ausschaltvermögen wichtig.

Beispiel

An verschiedenen Punkten derselben Anlage können unterschiedliche mögliche Kurzschlussströme auftreten.

Wichtig zu unterscheiden

Ein aus einer Messung abgeleiteter Wert ist kein tatsächlich absichtlich erzeugter Kurzschluss. Das Verfahren und seine Unsicherheit gehören zur Bewertung.

L

LEDEine LED ist eine Halbleiterdiode, die bei geeignetem Betrieb Licht erzeugt.

Sie benötigt eine zu ihren Eigenschaften passende Versorgung und Strombegrenzung beziehungsweise Regelung. Ein fertiges LED-Leuchtmittel kann diese Elektronik bereits enthalten.

Beispiel

Ein LED-Modul für Konstantstromversorgung und ein LED-Streifen für eine bestimmte Konstantspannung benötigen unterschiedliche Versorgungskonzepte.

Wichtig zu unterscheiden

Eine nackte LED ist kein beliebiger direkt an eine Spannungsquelle anschließbarer Verbraucher. Dimmbarkeit ergibt sich aus der gesamten Gerätekombination.

Vereinfachtes Diodenprinzip ohne reale Kennlinie oder feste Durchlassspannung.
Vereinfachtes Diodenprinzip ohne reale Kennlinie oder feste Durchlassspannung.
LED-TreiberEin LED-Treiber stellt die für die vorgesehenen LEDs geeigneten Betriebsbedingungen bereit.

Wichtige Angaben sind Ausgangsart, Spannungs- oder Strombereich, Leistung, Isolation und Steuerverfahren. Treiber und LED-Modul müssen zueinander passen.

Beispiel

Ein Konstantstromtreiber regelt einen vorgesehenen Strom innerhalb seines angegebenen Ausgangsspannungsbereichs.

Wichtig zu unterscheiden

Die Aufschrift dimmbar nennt noch nicht automatisch das passende Dimmverfahren. Auch eine kleine Ausgangsspannung beweist nicht jede erforderliche Schutztrennung.

Qualitative Gegenüberstellung der geregelten Ausgangsgröße.
Qualitative Gegenüberstellung der geregelten Ausgangsgröße.
LeistungLeistung beschreibt, wie schnell Energie übertragen oder umgewandelt wird. Die Einheit ist Watt.

Momentan gilt p(t) = u(t) · i(t). Bei Gleichgrößen kann P = U · I verwendet werden. Leistungsregelung verändert die abgegebene oder aufgenommene Leistung mit einem geeigneten Verfahren.

Beispiel

Eine Leuchte mit konstanten 100 W setzt in fünf Stunden 0,5 kWh elektrische Energie um.

Wichtig zu unterscheiden

Watt ist keine Verbrauchsmenge. Bei Wechselstrom sind Wirk-, Blind- und Scheinleistung zu unterscheiden; U · I allein ist nicht immer die Wirkleistung.

100 W über 5 h ergeben 0,5 kWh.
100 W über 5 h ergeben 0,5 kWh.
LeistungsfaktorDer Leistungsfaktor ist das Verhältnis von Wirkleistung P zu Scheinleistung S. Er wird häufig mit λ bezeichnet.

Nur bei sinusförmigen Verläufen entspricht der Betrag des Leistungsfaktors dem Betrag von cos φ. Nichtlineare Lasten können zusätzlich Stromverzerrungen verursachen, die diese einfache Gleichsetzung unzulässig machen.

Beispiel

Eine LED-Versorgung kann eine andere Stromform aufweisen als ein idealer ohmscher Widerstand. Deshalb ist ihre technische Dokumentation maßgeblich.

Wichtig zu unterscheiden

Ein hoher Leistungsfaktor beweist keinen hohen Wirkungsgrad. Beide Angaben beschreiben unterschiedliche Eigenschaften.

Qualitatives Leistungsdreieck für sinusförmige Größen.
Qualitatives Leistungsdreieck für sinusförmige Größen.
LeistungsregelungLeistungsregelung beeinflusst eine Leistungsgröße anhand eines vorgesehenen Sollwerts und einer Rückmeldung.

Eine reine Leistungssteuerung kann dagegen ohne diese Rückmeldung arbeiten. Verfahren und Grenzen richten sich nach Last, Quelle und gewünschtem Verhalten.

Beispiel

Eine Temperaturregelung kann die Heizleistung verändern, um einen gemessenen Temperaturwert an einen Sollwert anzunähern.

Wichtig zu unterscheiden

Nicht jede Dimmstellung regelt die tatsächlich abgegebene Leistung. Steuerung, Regelung und die geregelte Messgröße sind begrifflich zu trennen.

LeistungstransistorEin Leistungstransistor ist für eine vorgesehene Leistungsanwendung ausgelegt, etwa zum Schalten oder Regeln geeigneter Lasten.

Spannung, Strom, Schaltverluste, Wärmeabfuhr und zulässiger Arbeitsbereich müssen gemeinsam beachtet werden. Ansteuerung und Schutz sind Teil der Schaltung.

Beispiel

Ein Umrichter kann geeignete Leistungshalbleiter verwenden, um eine vorgesehene Ausgangsspannungsform zu erzeugen.

Wichtig zu unterscheiden

Ein hoher Stromwert im Datenblatt gilt nicht unabhängig von Temperatur und Betriebsbedingungen. Gleich aussehende Gehäuse erlauben keinen beliebigen Ersatz.

LeiterquerschnittDer Leiterquerschnitt beschreibt die Querschnittsfläche des leitenden Materials. Üblich ist die Angabe in Quadratmillimetern.

Er ist nicht der Außendurchmesser der isolierten Ader. Die zulässige Strombelastung hängt zusätzlich unter anderem von Verlegung, Umgebung, Häufung und Schutz ab.

Beispiel

Zwei gleich dick erscheinende isolierte Leitungen können unterschiedliche Leiterquerschnitte und Werkstoffe haben.

Wichtig zu unterscheiden

Aus einer einzelnen mm²-Angabe lässt sich kein universeller Sicherungswert ableiten. Auswahl erfordert die gesamten Betriebs- und Installationsbedingungen.

Prinzipaufbau, keine maßstäbliche Produktzeichnung.
Prinzipaufbau, keine maßstäbliche Produktzeichnung.
LeitungsmantelDer Mantel ist eine äußere Hülle einer Leitung oder eines Kabels. Er hat andere Aufgaben als die eigene Isolation jeder Ader.

Werkstoff und Ausführung können mechanischen Schutz und Eignung für bestimmte Umgebungen beeinflussen. Diese Eigenschaften sind produktabhängig.

Beispiel

An einer Einführung muss der Mantel gemäß dem vorgesehenen System liegen, damit Dichtung und gegebenenfalls Zugentlastung richtig arbeiten.

Wichtig zu unterscheiden

Ein unbeschädigter Mantel beweist keine fehlerfreie innere Aderisolation. Eine Kabelverschraubung stellt auch nicht automatisch jede erforderliche Zugentlastung her.

Prinzipaufbau, keine maßstäbliche Produktzeichnung.
Prinzipaufbau, keine maßstäbliche Produktzeichnung.
LeitungsschutzschalterEin Leitungsschutzschalter ist eine Überstrom-Schutzeinrichtung für die dafür vorgesehene Anwendung.

Er besitzt ein festgelegtes Zeit-Strom-Verhalten. Übliche Bauarten reagieren auf länger anhaltende Überlast und auf ausreichend hohe Kurzschlussströme mit unterschiedlichen Auslösemechanismen.

Beispiel

Die Auswahl berücksichtigt Leitung, Verlegebedingungen, Last und den erforderlichen Nachweis der Abschaltung.

Wichtig zu unterscheiden

Der Buchstabe einer Kennlinie allein bestimmt keinen passenden Einsatz. Ein größerer Nennstrom kann eine vorhandene Leitung überfordern.

Funktionsvergleich, keine konkrete Gerätebemessung.
Funktionsvergleich, keine konkrete Gerätebemessung.
LichtstromDer Lichtstrom beschreibt die nach der festgelegten visuellen Bewertung gewichtete Lichtleistung. Seine Einheit ist Lumen.

Er hilft beim Vergleich der Lichtabgabe. Die elektrische Leistungsaufnahme in Watt beschreibt dagegen den Energieeinsatz und ist keine direkte Helligkeitsangabe.

Beispiel

Zwei Leuchtmittel mit gleicher Wattzahl können unterschiedliche Lichtströme abgeben.

Wichtig zu unterscheiden

Lumen allein sagt nicht, wie gut eine Arbeitsfläche beleuchtet wird. Lichtverteilung, Abstand und Umgebung spielen ebenfalls eine Rolle.

Lichtabgabe und auf eine Fläche einfallendes Licht unterscheiden.
Lichtabgabe und auf eine Fläche einfallendes Licht unterscheiden.
LichtwellenleiterEin Lichtwellenleiter führt Licht zur Übertragung von Informationen oder für andere vorgesehene optische Aufgaben.

Ein Kabel kann mehrere Fasern und zusätzliche Schutz- oder Verstärkungselemente enthalten. Fasertyp, Steckverbinder, Biegeradius und Sende-/Empfangstechnik müssen zusammenpassen.

Beispiel

Eine geeignete Glasfaserstrecke kann zwei Ethernet-Geräte über passende optische Schnittstellen verbinden.

Wichtig zu unterscheiden

Faser und fertiges Kabel sind nicht dasselbe. Nicht in unbekannte optische Anschlüsse schauen; mögliche unsichtbare optische Strahlung beachten.

Lokale Steuerung und CloudLokale Steuerung verarbeitet vorgesehene Funktionen innerhalb des eigenen Systems. Cloud-Funktionen verwenden dafür zusätzlich externe Dienste.

Welche Funktionen ohne Internet weiterarbeiten, muss für die konkrete Kombination geprüft werden. Bedienung, Automationen, Fernzugriff und Einrichtung können unterschiedliche Abhängigkeiten haben.

Beispiel

Eine lokale Lichtregel kann weiterarbeiten, während eine cloudbasierte Sprachfunktion bei Internetausfall ausfällt.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Funkstandard allein garantiert keinen vollständigen Offlinebetrieb oder Datenschutz. Geräteintegration, Konten und Plattformfunktionen sind zusätzlich relevant.

M

MatterMatter ist ein IP-basiertes Anwendungsprotokoll für interoperable Funktionen kompatibler Smart-Home-Geräte und Systeme.

Es kann geeignete Netzwerktransporte wie Thread, WLAN und Ethernet nutzen. Tatsächlich verfügbare Funktionen hängen von Gerät, unterstütztem Funktionsumfang und beteiligten Systemen ab.

Beispiel

Ein passendes Gerät kann in ein unterstützendes Ökosystem aufgenommen werden, ohne dass alle herstellerspezifischen Zusatzfunktionen dort erscheinen müssen.

Wichtig zu unterscheiden

Matter ist kein eigenes Funkband und nicht dasselbe wie Thread. Ein Matter-Zeichen verspricht nicht jede denkbare Funktion in jeder App.

Matter-Funktionen und darunterliegende Transportnetze unterscheiden.
Matter-Funktionen und darunterliegende Transportnetze unterscheiden.
Mesh-NetzIn einem Mesh-Netz können dafür geeignete Teilnehmer Daten über andere Teilnehmer weiterleiten.

Welche Geräte weiterleiten und welche nur Endgeräte sind, hängt vom System und der Rolle ab. Funkqualität und geeignete Verbindungswege bleiben entscheidend.

Beispiel

Ein versorgter geeigneter Router kann zusätzliche Kommunikationswege für ein Funknetz bereitstellen.

Wichtig zu unterscheiden

Mehr Geräte verbessern nicht automatisch jedes Netz. Ein batteriebetriebener Sensor ist nicht allein durch seine Teilnahme ein Router.

Topologieprinzip ohne tatsächliche Reichweiten- oder Kompatibilitätsangabe.
Topologieprinzip ohne tatsächliche Reichweiten- oder Kompatibilitätsangabe.
MesskategorieDie Messkategorie kennzeichnet die Eignung eines Prüfmittels für festgelegte Beanspruchungen in einem elektrischen Versorgungsumfeld.

Kategorie und zugehörige Spannungsbemessung müssen gemeinsam betrachtet werden. Auch Messleitungen, Zubehör und tatsächliche Einsatzbedingungen gehören zur Auswahl.

Beispiel

Ein Prüfmittel für einen geeigneten Verteilungseinsatz benötigt die dafür passende Kombination aus Kategorie und Spannung.

Wichtig zu unterscheiden

Die höchste aufgedruckte Spannung allein beweist keine passende Einsatzstelle. Eine CAT-Angabe ist auch kein Beleg für jede benötigte Messfunktion.

MessunsicherheitMessunsicherheit beschreibt die Unsicherheit, die einem Messergebnis auf Grundlage der vorhandenen Informationen zugeordnet wird.

Gerät, Messverfahren, Kontaktierung, Umgebung und weitere Einflussgrößen können beitragen. Kalibrierung ermittelt Beziehungen zu Referenzen; sie ist nicht automatisch eine Justierung.

Beispiel

Ein Ergebnis nahe einer Entscheidungsgrenze muss mit dem vorgesehenen Bewertungsverfahren und seinen Unsicherheiten betrachtet werden.

Wichtig zu unterscheiden

Viele Nachkommastellen beweisen keine entsprechend hohe Genauigkeit. Ein Kalibrierbeleg ersetzt auch nicht die Funktions- und Zustandskontrolle vor Gebrauch.

Symbolische Unsicherheitsdarstellung ohne reale Messdaten.
Symbolische Unsicherheitsdarstellung ohne reale Messdaten.
MotorschutzMotorschutz umfasst geeignete Maßnahmen zum Schutz eines Motors gegen festgelegte unzulässige Betriebsbeanspruchungen.

Je nach Konzept werden Strom, Temperatur oder weitere Zustände überwacht. Kurzschlussschutz und Überlastschutz können unterschiedliche Geräte oder Funktionen benötigen.

Beispiel

Ein Überlastrelais kann über einen Steuerkontakt das zugehörige Schütz abschalten.

Wichtig zu unterscheiden

Eine Einstellung folgt nicht pauschal nur aus dem Namen der Schaltung. Einbauort, Motorbemessung und Herstellerkoordination sind maßgeblich.

N

NetzformDie Netzform beschreibt unter anderem den Erdbezug der Quelle und die Schutzanbindung berührbarer leitfähiger Teile.

TN, TT und IT kennzeichnen unterschiedliche Anordnungen. Zusätze S und C unterscheiden getrennte beziehungsweise kombinierte Schutz- und Neutralleiterfunktionen.

Beispiel

Bei TN-C-S folgt auf einen kombinierten PEN-Abschnitt ein Abschnitt mit getrennten PE- und N-Funktionen.

Wichtig zu unterscheiden

Aus einer Aderfarbe oder einem einfachen Steckdosentester wird die Netzform nicht verlässlich erraten. Sie beeinflusst die erforderliche Schutz- und Prüfbetrachtung.

Konzept einer vorgesehenen Aufteilung; keine Nachrüstanleitung.
Konzept einer vorgesehenen Aufteilung; keine Nachrüstanleitung.
NetzwerkNetzwerk ist ein kontextabhängiger Begriff. Ein elektrisches Netzwerk verbindet Bauteile; ein Datennetz verbindet kommunizierende Teilnehmer.

Im Stromlaufplan können Reihen- und Parallelanordnungen Teile eines elektrischen Netzwerks sein. Im Smart Home stehen dagegen häufig Adressierung, Übertragung und Kommunikationsrollen im Vordergrund.

Beispiel

Die Fehlersuche an einem Datennetz untersucht andere Zusammenhänge als eine Widerstandsberechnung in einem elektrischen Netzwerk.

Wichtig zu unterscheiden

Ähnliche Wörter dürfen die Betrachtungsebene nicht vermischen. Versorgung, Schutz und Datenkommunikation sind jeweils gesondert zu verstehen.

NeutralleiterDer Neutralleiter ist mit dem Neutralpunkt des Versorgungssystems verbunden und kann zur Übertragung elektrischer Energie beitragen.

Er gehört zum aktiven Leitersystem und kann Betriebsstrom führen. Sein Potential und seine Belastung sind nicht allein aus der blauen Isolationsfarbe abzuleiten.

Beispiel

Bei unsymmetrischen einphasigen Lasten in einem Drehstromsystem kann Strom im gemeinsamen Neutralleiter fließen.

Wichtig zu unterscheiden

N ist kein Schutzleiter und nicht grundsätzlich ungefährlich. „Nullleiter“ ist historisch uneindeutig und darf N und PEN nicht unbemerkt vermischen.

Funktionsbild mit Schutzverbindung zum vorgesehenen Gehäuse.
Funktionsbild mit Schutzverbindung zum vorgesehenen Gehäuse.
Not-HaltNot-Halt bezeichnet eine vorgesehene Notfallfunktion zum Stillsetzen gefährlicher Bewegungen oder Vorgänge im Rahmen des Maschinenkonzepts.

Betätigung, Auswertung und Abschaltung müssen für die konkrete Risikobeurteilung geeignet sein. Ein Rückstellen darf nicht ungeplant einen Wiederanlauf auslösen.

Beispiel

Ein auffälliger Betätiger kann Teil der Funktion sein, ist für sich aber noch kein vollständiges Sicherheitskonzept.

Wichtig zu unterscheiden

Not-Halt und Not-Ausschalten sind unterschiedliche Aufgaben. Ein normaler Stopptaster oder ein roter Knopf ist kein pauschaler Funktionsnachweis.

O

ÖffnerEin Öffner ist im festgelegten unbetätigten Grundzustand geschlossen und öffnet bei der vorgesehenen Betätigung.

Die Kontaktfunktion wird anhand des Schaltzeichens und der Geräteunterlagen bestimmt. Anschlussnummern können hilfreich sein, ersetzen aber keine konkrete Gerätezuordnung.

Beispiel

Ein normaler Stopptaster kann mit einem vorgesehenen Öffner den Steuerstrompfad unterbrechen.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Öffner im Stopppfad macht allein noch keine nachgewiesene Not-Halt-Funktion. Sicherheitsfunktionen erfordern ein vollständiges geeignetes Konzept.

Schematischer Öffner: im Grundzustand geschlossen, bei Betätigung offen.
Schematischer Öffner: im Grundzustand geschlossen, bei Betätigung offen.
Ohmsches GesetzDas Ohmsche Gesetz beschreibt die Proportionalität von Spannung und Strom bei einem ohmschen Widerstand unter unveränderten Bedingungen.

Die Beziehung U = R · I lässt sich nach der gesuchten Größe umstellen. Sie beschreibt das Verhalten eines geeigneten Modells und ist keine vollständige Bemessungsregel für elektrische Anlagen.

Beispiel

Zwei Widerstände von je 120 Ω in Reihe ergeben 240 Ω. An 12 V fließen in diesem idealisierten Beispiel 0,05 A.

Wichtig zu unterscheiden

Ein einzelner Quotient U/I beweist noch kein ohmsches Verhalten über einen größeren Bereich. Eine Glühlampe verändert beispielsweise ihren Widerstand beim Erwärmen.

Ideales Modell mit R = 120 Ω und bezeichneten Achsen.
Ideales Modell mit R = 120 Ω und bezeichneten Achsen.
OperationsverstärkerEin Operationsverstärker ist ein elektronischer Verstärkerbaustein mit Differenzeingängen, der in einer passenden äußeren Schaltung vielfältige Signalaufgaben erfüllen kann.

Rückkopplung und Beschaltung bestimmen beispielsweise Verstärkung oder Filterfunktion. Versorgung, Eingangsbereich, Ausgangsbereich und dynamische Grenzen müssen eingehalten werden.

Beispiel

Ein geeigneter OPV kann ein Sensorsignal für eine nachfolgende Digitalisierung aufbereiten.

Wichtig zu unterscheiden

Das ideale OPV-Modell hat Grenzen. Ein beliebiger OPV ist nicht automatisch als Komparator oder Leistungstreiber geeignet.

OszillatorEin Oszillator erzeugt mit einer geeigneten Energieversorgung einen sich wiederholenden Signalverlauf.

Frequenz, Signalform, Stabilität und Einschwingverhalten hängen von Aufbau und Bauteilen ab. Ein Oszillator kann analoge oder digitale Ausgangsformen bereitstellen.

Beispiel

Ein Taktoszillator liefert eine Zeitbasis für geeignete elektronische Funktionen.

Wichtig zu unterscheiden

Eine beliebige Schwingung ist nicht automatisch erwünscht. Rückkopplung kann auch unbeabsichtigte Instabilität in einem Verstärker verursachen.

P

ParallelschaltungBei einer Parallelschaltung sind mehrere Zweige an dieselben beiden Knoten angeschlossen. An diesen Zweigen liegt dieselbe Spannung.

Der Gesamtstrom setzt sich aus den Zweigströmen zusammen. Bei idealen Widerständen ist der Ersatzwiderstand kleiner als der kleinste einzelne Zweigwiderstand.

Beispiel

Zwei Widerstände von je 120 Ω parallel an 12 V führen je 0,1 A; die Quelle liefert zusammen 0,2 A.

Wichtig zu unterscheiden

Paralleles Verbinden beliebiger Quellen ist keine allgemeine Anwendung dieser Regel. Quellen müssen dafür ausdrücklich geeignet und richtig koordiniert sein.

2 × 120 Ω parallel an 12 V: 60 Ω und 0,2 A Gesamtstrom.
2 × 120 Ω parallel an 12 V: 60 Ω und 0,2 A Gesamtstrom.
PEN-LeiterEin PEN kombiniert die Funktionen von Schutzleiter und Neutralleiter in einem dafür vorgesehenen Leiter.

Diese Kombination gehört zu bestimmten Netzabschnitten und unterliegt besonderen Anforderungen. Eine Unterbrechung kann gleichzeitig Schutzfunktion und Betriebsrückweg beeinträchtigen.

Beispiel

In einem TN-C-S-Konzept folgt auf einen PEN-Abschnitt eine vorgesehene Aufteilung in PE und N.

Wichtig zu unterscheiden

Eine beliebige N–PE-Brücke wird dadurch nicht zulässig. Nach der vorgesehenen Aufteilung dürfen die Funktionen nicht beliebig wieder zusammengeführt werden.

Konzept einer vorgesehenen Aufteilung; keine Nachrüstanleitung.
Konzept einer vorgesehenen Aufteilung; keine Nachrüstanleitung.
Phasenanschnitt und PhasenabschnittDiese Dimmverfahren verändern den wirksamen Verlauf einer Wechselspannungs-Halbwelle durch das zeitliche Schalten bestimmter Abschnitte.

Beim Phasenanschnitt wird der Beginn der Halbwelle verzögert freigegeben. Beim Phasenabschnitt wird nach dem Beginn vorzeitig abgeschaltet. Elektronische Lasten müssen das jeweilige Verfahren unterstützen.

Beispiel

Eine dimmbare LED-Versorgung kann nur für bestimmte Dimmerarten und Lastbereiche freigegeben sein.

Wichtig zu unterscheiden

Die passende Kombination folgt nicht allein aus der LED-Wattzahl. Mindestlast, Einschaltverhalten und Herstellerkompatibilität können wichtig sein.

Qualitative positive Halbwelle: verzögerter Beginn oder vorzeitiges Ende.
Qualitative positive Halbwelle: verzögerter Beginn oder vorzeitiges Ende.
PhasenregelungPhasenregelung kann je nach Kontext die Beeinflussung einer Phasenlage oder deren Nachführung in einer Regelschleife bezeichnen.

Eine Phasenregelschleife vergleicht geeignete Signale und beeinflusst einen Oszillator, um die vorgesehene Beziehung zu erreichen. Aufbau und Regelverhalten bestimmen die Funktion.

Beispiel

Eine PLL kann in geeigneter Kommunikationstechnik eine Takt- oder Frequenzbeziehung herstellen.

Wichtig zu unterscheiden

Der Ausdruck ist kein eindeutiges Synonym für Phasenanschnitt eines Lichtdimmers. Gemeinte Signalgröße und Verfahren immer ausdrücklich nennen.

PhasenverschiebungPhasenverschiebung beschreibt die relative zeitliche Lage periodischer Größen. Sie wird häufig als Winkel angegeben.

Bei gleicher Frequenz lässt sich eine Zeitverschiebung auf eine vollständige Periode beziehen. Im sinusförmigen Wechselstromkreis kann beispielsweise der Strom gegenüber der Spannung verschoben sein.

Beispiel

Ein idealer ohmscher Verbraucher hat gleichphasige sinusförmige Spannung und Strom. Ideale reaktive Elemente verhalten sich anders.

Wichtig zu unterscheiden

Die umgangssprachliche „Phase“ für einen Außenleiter meint etwas anderes. Eine Phasenverschiebung ist auch kein gemessener Nachweis einer sicheren Installation.

PrüfstromPrüfstrom ist ein im vorgesehenen Prüfverfahren erzeugter oder verwendeter Strom zur Untersuchung einer bestimmten Eigenschaft.

Art, Höhe, Form und Dauer sind Teil des Verfahrens. Ein Prüfstrom für eine Durchgängigkeitsermittlung erfüllt eine andere Aufgabe als ein RCD-Prüfstrom.

Beispiel

Ein geeignetes Prüfgerät kann für die Prüfung einer Fehlerstrom-Schutzeinrichtung einen definierten Differenzstrom erzeugen.

Wichtig zu unterscheiden

Prüfstrom ist nicht automatisch Betriebsstrom oder Bemessungsstrom. Werte verschiedener Verfahren dürfen nicht ohne ihren Kontext verglichen werden.

R

RauschenRauschen bezeichnet unregelmäßige Signalanteile, die bei einer betrachteten Übertragung oder Messung das Nutzsignal überlagern können.

Quellen können im Bauteil selbst oder in der Umgebung liegen. Rauschen, gezielte periodische Störung und systematischer Messfehler sind nicht in jeder Bewertung dasselbe.

Beispiel

Ein sehr kleines Sensorsignal kann im Verhältnis zu unerwünschten Signalanteilen schwer auszuwerten sein.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Filter kann Nutzinformationen mit beeinflussen. Weniger sichtbare Schwankung allein beweist nicht, dass ein Ergebnis richtig ist.

RCCBEin RCCB ist ein Fehlerstrom-Schutzschalter ohne integrierten Überstromschutz.

Sein Bemessungsstrom und sein Bemessungsdifferenzstrom bezeichnen unterschiedliche Eigenschaften. Der erforderliche Überstromschutz muss mit der gesamten Kombination koordiniert werden.

Beispiel

Ein Stromkreis kann einen RCCB gemeinsam mit passenden Überstrom-Schutzeinrichtungen verwenden.

Wichtig zu unterscheiden

Ein aufgedruckter hoher Bemessungsstrom bedeutet nicht, dass der RCCB wie ein Leitungsschutzschalter bei dieser Überlast auslöst.

Funktionsvergleich, keine konkrete Gerätebemessung.
Funktionsvergleich, keine konkrete Gerätebemessung.
ReihenschaltungBei einer unverzweigten Reihenschaltung durchfließt derselbe Strom die hintereinander verbundenen Bauteile.

Die Einzelspannungen ergeben mit den jeweiligen Vorzeichen die Gesamtspannung. Bei idealen ohmschen Widerständen addieren sich die Widerstandswerte. Die Spannung verteilt sich entsprechend den Widerständen.

Beispiel

Zwei gleiche Widerstände an insgesamt 12 V haben im idealisierten Fall je 6 V Spannungsabfall.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Serienschalter der Gebäudeinstallation bedeutet nicht, dass seine Leuchten elektrisch in Reihe liegen. Gerätebezeichnung und Schaltungsprinzip unterscheiden.

2 × 120 Ω in Reihe an 12 V: 240 Ω, 0,05 A, je 6 V.
2 × 120 Ω in Reihe an 12 V: 240 Ω, 0,05 A, je 6 V.
RelaisEin Relais schaltet einen Stromkreis durch ein Steuersignal. Elektromechanische Relais verwenden dafür eine Betätigung mit Kontakten; andere Bauarten arbeiten elektronisch.

Steuer- und Lastseite haben jeweils ihre eigenen Bemessungen. Ob und welche Trennung vorhanden ist, muss aus der konkreten Bauart und Dokumentation hervorgehen.

Beispiel

Ein geeignetes Relais kann ein Steuersignal nutzen, um eine anders bemessene Last zu schalten.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Relais ist nicht automatisch ein Leistungsschütz oder Sicherheitsrelais. Bei Halbleiterrelais können zudem Restströme und Verlustwärme relevant sein.

Relaisprinzip: gleiche Betätigung, getrennte Funktionsdarstellung.
Relaisprinzip: gleiche Betätigung, getrennte Funktionsdarstellung.
RückkopplungRückkopplung führt einen Anteil der Ausgangsgröße auf einen Eingang eines Systems zurück.

Vorzeichen, Verstärkung und Zeitverhalten bestimmen, ob ein gewünschtes Verhalten stabilisiert oder eine Schwingung angeregt werden kann. Die gesamte Schleife ist entscheidend.

Beispiel

Eine geeignete Gegenkopplung legt bei einem Verstärker dessen vorgesehenen Übertragungsfaktor mit fest.

Wichtig zu unterscheiden

Gegenkopplung ist nicht unter allen beliebigen Bedingungen automatisch stabil. Verzögerungen und Phasenänderungen können die Schleifenwirkung verändern.

S

SchaltbildEin Schaltbild stellt Bauteile und deren elektrische Zusammenhänge mit Symbolen und Verbindungslinien dar.

Ein Stromlaufplan erklärt andere Zusammenhänge als eine maßstäbliche Montagezeichnung. Darstellung, Betriebsmittelkennzeichnung und betrachteter Zustand müssen bekannt sein.

Beispiel

Eine Steuerzeichnung kann Spule und zugehörige Kontakte an verschiedenen Stellen zeigen, obwohl sie zum selben Gerät gehören.

Wichtig zu unterscheiden

Die Lage eines Symbols ist keine universelle Lage der realen Anschlussklemme. Ein Prinzipbild ersetzt keine konkrete Geräteunterlage.

SchalterEin Schalter stellt eine elektrische Verbindung her, unterbricht sie oder schaltet zwischen Verbindungen um.

Bauart und Betätigung bestimmen, welche Kontakte vorhanden sind und in welchem Zustand sie bleiben. Schaltvermögen und geeignete Lastart gehören zur Auswahl.

Beispiel

Ein rastender Lichtschalter behält seine Stellung nach dem Loslassen bei.

Wichtig zu unterscheiden

Ein gewöhnlicher Schalter ist nicht automatisch eine geeignete Trenneinrichtung. Seine sichtbare Stellung beweist auch keinen spannungsfreien Arbeitsbereich.

SchaltungsanalyseSchaltungsanalyse untersucht Ströme, Spannungen und Verhalten eines elektrischen Schaltungsmodells.

Bauteilmodelle, Quellen und Randbedingungen müssen festgelegt sein. Ohmsches Gesetz, Kirchhoffsche Regeln und gegebenenfalls zeit- oder frequenzabhängige Modelle liefern unterschiedliche Werkzeuge.

Beispiel

Ein ideales Widerstandsnetzwerk kann mit Knoten- und Maschenbeziehungen berechnet werden.

Wichtig zu unterscheiden

Ein rechnerisch stimmiger Plan beweist noch keine geeignete reale Installation. Bauteilbemessung, Schutz und praktische Ausführung kommen hinzu.

SchaltverstärkerSchaltverstärker ist eine kontextabhängige Bezeichnung für eine Stufe, die ein Signal in vorgesehene Schaltzustände umsetzt oder dafür verstärkt.

Schaltschwelle, Ansteuerung und Lastseite können getrennte Eigenschaften besitzen. Der konkrete Produktbegriff muss aus Schaltung und Unterlagen verstanden werden.

Beispiel

Ein Sensor-Ausgang kann über eine geeignete nachgeschaltete Stufe eine bestimmte Last schalten.

Wichtig zu unterscheiden

Nicht mit beliebiger linearer Verstärkung oder einer Sicherheitsfreigabe gleichsetzen. Auch ähnliche Zustandsanzeigen beweisen keine gleiche elektrische Ausgangsart.

SchaltzeichenEin Schaltzeichen ist eine vereinbarte grafische Darstellung eines elektrischen Bauteils oder einer Funktion.

Seine Bedeutung ergibt sich aus der angewandten Darstellungskonvention und dem Kontext. Zusätzliche Kennzeichnungen können Bauteil, Funktion und Anschlusszuordnung konkretisieren.

Beispiel

Ein Öffner- und ein Schließersymbol unterscheiden den festgelegten Grundzustand ihrer Kontakte.

Wichtig zu unterscheiden

Ein selbst erfundenes Schutzklassensymbol kann täuschen. Vorhandene normierte Kennzeichnungen nicht durch dekorative Varianten mit anderer Aussage ersetzen.

SchleifenimpedanzSchleifenimpedanz beschreibt die Impedanz eines betrachteten geschlossenen Fehlerstromwegs einschließlich der beteiligten Versorgung und Rückwege.

Die Bedeutung des Ergebnisses hängt von Netzform, Messverfahren und Schutzkonzept ab. Aus geeigneten Voraussetzungen kann ein prospektiver Fehlerstrom abgeleitet werden.

Beispiel

Eine vereinfachte TN-Fehlerschleife umfasst Quelle, Außenleiter und vorgesehenen metallischen Schutzrückweg.

Wichtig zu unterscheiden

Eine Schleifenmessung ist keine isolierte Erdermessung. Ein TN-Beispiel lässt sich nicht ohne Weiteres auf TT oder IT übertragen.

SchließerEin Schließer ist im festgelegten unbetätigten Grundzustand offen und schließt bei der vorgesehenen Betätigung.

Das Schaltzeichen bezieht sich auf diesen definierten Zustand. Bei Relais und Schützen ist die Zuordnung zur Betätigung wichtig; bei Schaltern ist die Darstellungskonvention zu beachten.

Beispiel

Ein Starttaster mit Schließer kann beim Drücken einen Steuerstrompfad schließen.

Wichtig zu unterscheiden

NO beschreibt keinen beliebigen aktuellen Zustand während des Betriebs. Schaltbild und tatsächlicher Gerätezustand müssen auseinandergehalten werden.

Schematischer Schließer: im Grundzustand offen, bei Betätigung geschlossen.
Schematischer Schließer: im Grundzustand offen, bei Betätigung geschlossen.
SchlupfSchlupf beschreibt die relative Drehzahldifferenz zwischen dem synchronen Drehfeld und dem Rotor einer Asynchronmaschine.

Für die übliche motorische Betrachtung wird s = (ns − n)/ns verwendet. Last und Betriebszustand beeinflussen den tatsächlichen Wert.

Beispiel

Ein Rotor mit 1440 min⁻¹ bei einer angenommenen synchronen Drehzahl von 1500 min⁻¹ hat rechnerisch 4 % Schlupf.

Wichtig zu unterscheiden

Schlupf ist kein mechanisches Durchrutschen eines Riemens. Die Formel und Vorzeichen beziehen sich auf den betrachteten Maschinenbetrieb.

SchmelzsicherungEine Schmelzsicherung unterbricht einen Stromkreis durch das Abschmelzen eines dafür vorgesehenen Schmelzleiters bei ausreichendem Überstrom.

Nennstrom, Bauart, Betriebsklasse, Zeit-Strom-Verhalten und Ausschaltvermögen gehören zur Auswahl. Das Abschalten erfolgt nicht bei jedem beliebig kleinen Überschreiten des Nennstroms sofort.

Beispiel

Ein geeigneter Sicherungseinsatz kann Teil des Kurzschlussschutzes einer abgestimmten Gerätekombination sein.

Wichtig zu unterscheiden

Eine Sicherung darf nicht überbrückt oder durch einen beliebigen stärkeren Einsatz ersetzt werden. Fehlerursache und richtige Bemessung müssen geklärt sein.

SchützEin Schütz ist ein dafür bemessenes fernbetätigtes Schaltgerät, häufig für das Schalten elektrischer Lasten.

Hauptkontakte schalten die vorgesehene Last; Hilfskontakte können Steueraufgaben übernehmen. Spulenbemessung, Gebrauchskategorie und Lastart müssen passend ausgewählt sein.

Beispiel

Ein Motorschütz kann über Start- und Stopptaster in einem passenden Steuerkreis angesteuert werden.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Schütz ersetzt nicht automatisch Überlast- oder Kurzschlussschutz. Seine ausgeschaltete Stellung ist auch kein allgemeiner Nachweis sicherer Trennung.

SchutzklasseSchutzklassen kennzeichnen grundlegende konstruktive Konzepte eines Betriebsmittels zum Schutz gegen elektrischen Schlag.

Klasse I bezieht eine vorgesehene Schutzleiterverbindung ein. Klasse II nutzt doppelte oder verstärkte Isolierung. Klasse III erfordert einen passenden Kleinspannungs-Schutzaufbau und eine geeignete Versorgung.

Beispiel

Das Doppelquadrat kennzeichnet Klasse II. Ein Metallgehäuse allein ist dagegen kein sicherer Nachweis für Klasse I.

Wichtig zu unterscheiden

Die Klassen sind keine Rangliste der Sicherheit. Schutzklasse, IP-Schutzart und CE-Kennzeichnung beschreiben unterschiedliche Zusammenhänge.

SchutzleiterEin Schutzleiter ist für Schutzzwecke vorgesehen, beispielsweise für die Verbindung bestimmter berührbarer leitfähiger Teile mit dem Schutzleitersystem.

Seine Verbindung gehört zum jeweiligen Schutzkonzept. Ob sie geeignet und wirksam ist, muss durch richtige Ausführung und die erforderlichen Prüfungen sichergestellt werden.

Beispiel

Ein dafür vorgesehenes leitfähiges Gehäuse eines Klasse-I-Geräts wird an das Schutzleitersystem angeschlossen.

Wichtig zu unterscheiden

PE darf nicht als gewöhnlicher Betriebsneutralleiter verwendet werden. Ein RCD ersetzt keinen für das Schutzkonzept erforderlichen PE.

Funktionsbild mit Schutzverbindung zum vorgesehenen Gehäuse.
Funktionsbild mit Schutzverbindung zum vorgesehenen Gehäuse.
SchutzleiterprüfungEine Schutzleiterprüfung untersucht die vorgesehene Schutzleiterverbindung und ihre erforderlichen Eigenschaften mit einem geeigneten Verfahren.

Prüfpunkte und Prüfweg müssen eindeutig sein. Parallele Wege können ein günstiges Messergebnis erzeugen, obwohl die eigentlich vorgesehene Verbindung unterbrochen ist.

Beispiel

Eine sichtbare Gehäuseschraube wird nicht ohne Prüfung ihrer tatsächlichen elektrischen Funktion als geeigneter Messpunkt angenommen.

Wichtig zu unterscheiden

Diese Prüfung ist nicht dasselbe wie eine Erdermessung oder Isolationsmessung. Ein einzelner günstiger Wert bescheinigt nicht automatisch die ganze Anlage.

SchutzpotentialausgleichSchutzpotentialausgleich verbindet dafür bestimmte leitfähige Teile, um gefährliche Potentialunterschiede zu begrenzen.

Welche Teile einzubeziehen sind, richtet sich nach ihrer tatsächlichen Eigenschaft und den geltenden Anforderungen. Die Haupterdungsschiene ist ein vorgesehener gemeinsamer Anschlussbereich im Schutzkonzept.

Beispiel

Ein tatsächlich fremdes leitfähiges Teil kann ein Potential in den Bereich einführen und entsprechend berücksichtigt werden müssen.

Wichtig zu unterscheiden

Nicht jedes Metallteil muss pauschal angeschlossen werden. Potentialausgleich und Erdung sind verbunden, bezeichnen aber unterschiedliche Funktionen.

Nur erforderliche und vorgesehene Teile; keine universelle Anschlussliste.
Nur erforderliche und vorgesehene Teile; keine universelle Anschlussliste.
SchutzrelaisEin Schutzrelais überwacht festgelegte Größen oder Zustände und veranlasst bei seinen Kriterien eine Schutzreaktion.

Die eigentliche Leistungsabschaltung kann ein gesondertes Schaltgerät übernehmen. Messpfad, Hilfsversorgung, Ausgang und Abschaltgerät müssen im vollständigen Konzept zusammenwirken.

Beispiel

Ein Überlastrelais kann einen vorgesehenen Steuerkontakt öffnen und dadurch das zugehörige Schütz abschalten.

Wichtig zu unterscheiden

Ein normales Relais ist nicht automatisch für eine nachgewiesene Sicherheitsfunktion geeignet. Auch ein Schutzrelais ersetzt nicht jede erforderliche Schutzmaßnahme.

SchutzschalterSchutzschalter ist eine Sammelbezeichnung, die ohne genauere Geräteangabe unterschiedliche Funktionen meinen kann.

Ein Leitungsschutzschalter reagiert auf Überstrom; ein reiner RCD auf Differenzstrom. Ein RCBO kombiniert diese Funktionen. Andere Geräte schützen Motoren oder erfüllen spezielle Aufgaben.

Beispiel

Bei einer Fehlermeldung wird deshalb zuerst geklärt, welches konkrete Gerät ausgelöst hat.

Wichtig zu unterscheiden

Die umgangssprachliche Aussage „die Sicherung ist gefallen“ benennt noch keine eindeutige Fehlerart. Ursache und Schutzfunktion müssen getrennt ermittelt werden.

Funktionsvergleich, keine konkrete Gerätebemessung.
Funktionsvergleich, keine konkrete Gerätebemessung.
SchwingkreisEin Schwingkreis nutzt das Zusammenspiel von Induktivität und Kapazität, um ein resonantes Verhalten zu erzeugen.

Energie wird im idealisierten Modell zwischen magnetischem und elektrischem Feld ausgetauscht. Reale Verluste und Belastungen beeinflussen Dämpfung und Resonanzverhalten.

Beispiel

Ein geeigneter abgestimmter Kreis kann in einem bestimmten Frequenzbereich besonders stark reagieren.

Wichtig zu unterscheiden

Ein realer passiver Kreis schwingt nicht ohne Verluste unbegrenzt weiter. Hohe Resonanzspannungen können trotz kleiner Eingangsanregung auftreten.

SchwingungEine Schwingung ist eine zeitliche Veränderung um einen Zustand, die sich im periodischen Fall nach einer bestimmten Zeit wiederholt.

Amplitude, Frequenz und Phase beschreiben unterschiedliche Eigenschaften eines geeigneten periodischen Verlaufs. Nicht jede Schwingung ist sinusförmig oder ungedämpft.

Beispiel

Eine sinusförmige Wechselgröße kann über eine vollständige Periode dargestellt werden.

Wichtig zu unterscheiden

Ein einzelner kurzer Impuls ist nicht automatisch eine periodische Schwingung. Sichtbare Gleichmäßigkeit ersetzt außerdem keine quantitative Messung.

SelbsthaltungSelbsthaltung hält einen vorgesehenen Steuerzustand nach dem Ende eines Startimpulses aufrecht, solange die erforderlichen Bedingungen bestehen.

Bei einer klassischen Schützsteuerung kann ein Hilfsschließer den Startkontakt überbrücken. Stopppfad und vorgesehene Schutzbedingungen müssen die Selbsthaltung weiterhin aufheben können.

Beispiel

Nach Loslassen von Start bleibt K1 angezogen, wenn sein Haltekontakt und die übrigen Bedingungen den Spulenstrompfad erhalten.

Wichtig zu unterscheiden

Selbsthaltung ist keine unterbrechungsfreie Energieversorgung. Das Verhalten nach Spannungsausfall und Wiederkehr hängt vom gesamten Steuerkonzept ab.

Start- und Haltekontakt parallel; normaler Stopppfad davor.
Start- und Haltekontakt parallel; normaler Stopppfad davor.
SensorEin Sensor erfasst eine physikalische oder andere festgelegte Größe und stellt daraus ein verwertbares Signal bereit.

Messprinzip, Erfassungsbereich, Montage und Auswertung bestimmen, welche Information tatsächlich vorliegt. Ein Zustandswert kann zusätzlich gefiltert oder zeitlich verzögert sein.

Beispiel

Ein Temperaturfühler liefert eine Messinformation, auf deren Grundlage eine Heizungsregelung handeln kann.

Wichtig zu unterscheiden

Eine Sensoranzeige ist kein unmittelbarer Beweis jedes realen Zustands. Ein Bewegungsmelder erkennt beispielsweise nicht automatisch jede ruhende Person.

SerienschalterEin Serienschalter im Installationsbereich besitzt zwei unabhängig bedienbare Schaltfunktionen für dafür vorgesehene Stromkreise beziehungsweise Lastzweige.

Die konkrete interne Verbindung und Anschlussbelegung ergeben sich aus dem Gerät. Die beiden Wippen erlauben beispielsweise eine getrennte Bedienung zweier Leuchtengruppen.

Beispiel

Eine Leuchte mit zwei getrennt versorgbaren Gruppen kann entsprechend dem passenden Schaltbild bedient werden.

Wichtig zu unterscheiden

Serienschalter ist kein Nachweis einer elektrischen Reihenschaltung der Lampen. Die wörtliche englische Übersetzung series switch wäre oft missverständlich.

SpannungSpannung ist der Unterschied elektrischer Potentiale zwischen zwei Punkten. Ihre Einheit ist Volt, das Formelzeichen meist U.

Eine Angabe braucht immer zwei Bezugspunkte. Eine Batterie kann zwischen ihren Anschlüssen Spannung haben, obwohl kein Verbraucher angeschlossen ist und kein dauerhafter Laststrom fließt.

Beispiel

An einem idealisierten Widerstand von 120 Ω treiben 12 V Gleichspannung einen Strom von 0,1 A.

Wichtig zu unterscheiden

Spannung und Strom sind unterschiedliche Größen. Eine ausgeschaltete Last oder ein unterbrochener Stromkreis beweist keine Spannungsfreiheit.

12-V-Lehrbeispiel mit 120 Ω: berechnet 0,1 A und 1,2 W.
12-V-Lehrbeispiel mit 120 Ω: berechnet 0,1 A und 1,2 W.
Spannungsfreiheit feststellenDas Feststellen der Spannungsfreiheit prüft den tatsächlichen elektrischen Zustand an der vorgesehenen Arbeitsstelle mit einem geeigneten Verfahren.

Prüfgerät, Prüfstellen und Funktionskontrolle des Prüfmittels müssen zur Aufgabe passen. Die Prüfung gehört in den vollständigen sicheren Arbeitsablauf und berücksichtigt alle relevanten Leiter.

Beispiel

Eine dunkle Leuchte oder eine App-Anzeige wird nicht als Nachweis der Spannungsfreiheit übernommen.

Wichtig zu unterscheiden

Berührungslose Indikatoren oder eine Einpolanzeige sind kein pauschaler Ersatz für das vorgesehene Feststellverfahren. Prüfung und vollständige Erstprüfung sind ebenfalls verschieden.

SpannungsmessungEine Spannungsmessung ermittelt die elektrische Potentialdifferenz zwischen festgelegten Punkten.

Messart, Bereich, Eingangseigenschaften und sichere Prüfmittelauswahl müssen zur Aufgabe passen. Eine Anzeige ist immer auf die tatsächlich verwendeten Messpunkte bezogen.

Beispiel

Im einfachen Kleinspannungs-Lehrbild wird die Spannung parallel zum betrachteten Widerstand erfasst.

Wichtig zu unterscheiden

Eine beliebige Messung ist nicht automatisch das vollständige Feststellen der Spannungsfreiheit. Ein falsch gewählter Stromeingang kann beim parallelen Anschluss einen gefährlichen Fehler erzeugen.

Abstrakter Kleinspannungsaufbau mit getrennten Messaufgaben.
Abstrakter Kleinspannungsaufbau mit getrennten Messaufgaben.
SpuleEine Spule besteht aus einer oder mehreren Leiterwindungen. Ein Strom erzeugt darin ein magnetisches Feld.

Stromänderungen führen im passenden Zusammenhang zu induzierter Spannung. Ein Kern kann das Verhalten beeinflussen, ist aber kein notwendiges Merkmal jeder Spule.

Beispiel

Eine Relaisspule erzeugt die magnetische Wirkung für eine vorgesehene mechanische Betätigung.

Wichtig zu unterscheiden

Leiterwiderstand, Induktivität und reale Verluste sind unterschiedliche Eigenschaften. Das Abschalten einer Spule kann besondere Spannungsbeanspruchungen verursachen.

Energiespeicherung in idealen linearen C- und L-Modellen.
Energiespeicherung in idealen linearen C- und L-Modellen.
Starkstrom und SchwachstromStarkstrom und Schwachstrom sind gebräuchliche Sammelbegriffe, deren Bedeutung vom fachlichen und rechtlichen Kontext abhängt.

Im Alltag werden Energieversorgung und Informationsübertragung häufig damit unterschieden. Diese Einteilung ist jedoch keine verlässliche universelle Spannungsgrenze und keine Aussage über die Befugnis zu Arbeiten.

Beispiel

Eine Datenleitung überträgt Informationen; bei geeigneten Systemen kann sie zusätzlich Geräte mit Energie versorgen.

Wichtig zu unterscheiden

„Schwachstrom“ bedeutet nicht automatisch berührungssicher oder brandsicher. Spannung, verfügbare Energie und tatsächliche Schutzmaßnahmen sind entscheidend.

Stern- und DreieckschaltungStern und Dreieck sind unterschiedliche Verbindungen dreier Verbraucherzweige in einem mehrphasigen System.

Beim Stern treffen die Zweige an einem gemeinsamen Punkt zusammen. Beim Dreieck liegen sie zwischen den Außenleitern. Dadurch unterscheiden sich die Zweigspannungen bei derselben Außenleiterspannung.

Beispiel

Im idealen symmetrischen Fall erhält jeder Sternzweig ULL/√3, ein Dreieckzweig dagegen ULL.

Wichtig zu unterscheiden

Die Begriffe bestimmen keinen beliebigen Motorklemmenplan. Typenschild und Herstellerunterlagen entscheiden über zulässige Verschaltung.

Anordnungsprinzip, keine universelle Motorklemmenzuordnung.
Anordnungsprinzip, keine universelle Motorklemmenzuordnung.
Stern-Dreieck-AnlaufBeim Stern-Dreieck-Anlauf startet ein dafür geeigneter Motor zunächst in Stern und läuft anschließend in der vorgesehenen Dreieckverbindung.

Motorbemessung, zugängliche Wicklungsenden, Lastmoment und Umschaltablauf müssen passen. Gegenüber dem passenden Direktanlauf sinkt nicht nur der Anlaufstrom, sondern auch das verfügbare Anlaufmoment.

Beispiel

Ein geeigneter Starter verriegelt die unzulässige gleichzeitige Stern- und Dreieckschaltung.

Wichtig zu unterscheiden

Kein Verfahren für jeden Motor mit sechs Klemmen. Feste Umschaltsekunden oder pauschale Motorschutzeinstellungen lassen sich daraus nicht ableiten.

Anordnungsprinzip, keine universelle Motorklemmenzuordnung.
Anordnungsprinzip, keine universelle Motorklemmenzuordnung.
SteuerstromkreisEin Steuerstromkreis verarbeitet die vorgesehenen Befehle, Freigaben und Rückmeldungen einer Schaltung.

Er kann Taster, Kontakte, Spulen und elektronische Steuerungen enthalten. Versorgungsspannung und Schutz müssen zum tatsächlichen Aufbau passen.

Beispiel

Starttaster, Stopptaster und ein Haltekontakt können gemeinsam den vorgesehenen Schützspulenpfad bilden.

Wichtig zu unterscheiden

Steuerkreis bedeutet nicht automatisch Kleinspannung oder Berührungssicherheit. Seine Einspeisung muss bei sicheren Arbeiten ausdrücklich berücksichtigt werden.

StromElektrischer Strom beschreibt den Transport elektrischer Ladung pro Zeit. Seine Einheit ist Ampere.

Die technische Stromrichtung folgt der Bewegung positiver Ladung. In Metallen bewegen sich die Elektronen im dazu entgegengesetzten Sinn. Ladung wird im Verbraucher nicht einfach aufgebraucht.

Beispiel

In einer unverzweigten Reihenschaltung fließt durch die einzelnen Bauteile derselbe Strom, solange keine zusätzlichen Abzweige bestehen.

Wichtig zu unterscheiden

Ampere gibt keine Energiemenge an. Ob ein bestimmter Strom gefährlich ist, hängt unter anderem von Stromweg, Dauer und Einwirkbedingungen ab.

12-V-Lehrbeispiel mit 120 Ω: berechnet 0,1 A und 1,2 W.
12-V-Lehrbeispiel mit 120 Ω: berechnet 0,1 A und 1,2 W.
StromkreisEin Stromkreis ist eine Anordnung elektrischer Verbindungen und Bauteile. Ein geschlossener leitfähiger Weg ermöglicht einen dauerhaften Stromfluss aus einer geeigneten Quelle.

Ein einfacher Gleichstromkreis besteht aus Quelle, Hinweg, Last und Rückweg. Tatsächliche Installationen können mehrere Zweige, Schutzorgane und zusätzliche Einspeisungen haben.

Beispiel

Ein offener Schalter kann den Laststrom unterbrechen, während an seinen Kontakten weiterhin Spannung anliegt.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Stromkreis ist nicht allein deshalb sicher, weil ein Verbraucher nicht funktioniert. Fehler und Fremdeinspeisungen müssen gesondert betrachtet werden.

12-V-Lehrbeispiel mit 120 Ω: berechnet 0,1 A und 1,2 W.
12-V-Lehrbeispiel mit 120 Ω: berechnet 0,1 A und 1,2 W.
StrommessungEine Strommessung ermittelt den Strom in einem festgelegten Leiter oder Leiterverband mit einem dafür geeigneten Verfahren.

Ein direkt eingeschleiftes Messgerät und eine Stromzange haben unterschiedliche Voraussetzungen. Bei Zangen ist entscheidend, welche Leiter gemeinsam umfasst werden.

Beispiel

Umfasst eine geeignete Zange Hin- und Rückleiter gemeinsam, kann sich der Betriebsstromanteil im Messprinzip aufheben.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Stromeingang wird nicht wie ein Voltmeter direkt über eine Quelle gelegt. Zangenart, Leitergruppe und gesuchte Größe müssen eindeutig sein.

Abstrakter Kleinspannungsaufbau mit getrennten Messaufgaben.
Abstrakter Kleinspannungsaufbau mit getrennten Messaufgaben.
SzeneEine Szene beschreibt eine gespeicherte Zusammenstellung gewünschter Gerätezustände.

Sie kann aufgerufen werden, um mehrere Geräte gemeinsam passend einzustellen. Der Aufruf kann manuell oder durch eine Automation erfolgen.

Beispiel

Eine Abendszene kann bestimmte Leuchten dimmen und andere ausschalten.

Wichtig zu unterscheiden

Eine Szene allein beschreibt nicht zwingend den Auslöser oder die Entscheidung, wann sie aktiv werden soll. Das gehört zur Bedienung oder Automation.

Eine Szene legt Zustände fest; eine Automation entscheidet über Aktionen.
Eine Szene legt Zustände fest; eine Automation entscheidet über Aktionen.

T

TasterEin Taster betätigt einen Kontakt in der Regel nur während seiner Betätigung und kehrt anschließend in seine Grundstellung zurück.

Die Grundstellung kann als Öffner, Schließer oder andere vorgesehene Kontaktfunktion ausgeführt sein. Was die angeschlossene Steuerung aus dem Impuls macht, ist eine weitere Frage.

Beispiel

Ein kurzer Tastimpuls kann einen Stromstoßschalter umschalten, während der Taster selbst wieder zurückkehrt.

Wichtig zu unterscheiden

Der Begriff Taster sagt nichts über eine kapazitive Berührungserkennung aus. Mechanische Taster und elektronische Sensorflächen sind zu unterscheiden.

Schematischer Schließer: im Grundzustand offen, bei Betätigung geschlossen.
Schematischer Schließer: im Grundzustand offen, bei Betätigung geschlossen.
ThermoelementEin Thermoelement nutzt die thermoelektrische Spannung einer geeigneten Kombination unterschiedlicher Leiterwerkstoffe zur Temperaturbestimmung.

Die gemessene Spannung hängt von den Temperaturverhältnissen an Mess- und Vergleichsstelle ab. Werkstoffpaar, Anschlussleitung und Vergleichsstellenbehandlung müssen zum Messsystem passen.

Beispiel

Ein geeignetes Auswertegerät berücksichtigt neben der Messspannung auch die erforderliche Vergleichsstellenkompensation.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Thermoelement ist kein temperaturabhängiger Widerstand wie ein Pt100. Eine Spannungsanzeige allein ergibt ohne passenden Bezug keine verlässliche Temperatur.

Thermoelektrisches Funktionsprinzip, kein vollständiger Messaufbau.
Thermoelektrisches Funktionsprinzip, kein vollständiger Messaufbau.
ThreadThread ist ein IP-basiertes Funknetzverfahren für geeignete vernetzte Geräte und nutzt eine Mesh-Struktur.

Netztransport und Anwendungsprotokoll sind zu unterscheiden. Passende Teilnehmerrollen und ein Border Router ermöglichen die Einbindung in angrenzende IP-Netze.

Beispiel

Ein Matter-Gerät kann Thread als Transport verwenden, während Matter die darüberliegenden Gerätefunktionen beschreibt.

Wichtig zu unterscheiden

Nicht jedes Thread-Gerät ist automatisch ein Matter-Gerät. Auch nicht jeder batteriebetriebene Teilnehmer arbeitet als weiterleitender Router.

Matter-Funktionen und darunterliegende Transportnetze unterscheiden.
Matter-Funktionen und darunterliegende Transportnetze unterscheiden.
Thread Border RouterEin Thread Border Router verbindet ein Thread-Netz mit angrenzenden IP-Netzen, beispielsweise dem Heimnetz.

Die Rolle betrifft den Netzwerktransport. Ein Gerät kann zusätzlich einen Matter-Controller oder weitere Funktionen enthalten, diese Rollen sind aber nicht begrifflich identisch.

Beispiel

Ein geeignetes Thread-Gerät kann über den Border Router mit passenden Teilnehmern außerhalb seines Thread-Funknetzes kommunizieren.

Wichtig zu unterscheiden

Border Router ist kein Synonym für Matter-Bridge. Mehrere Logos auf einem Gerät müssen jeweils hinsichtlich ihrer tatsächlichen Funktion geprüft werden.

Protokollverbindung und Thread/IP-Netzverbindung als unterschiedliche Rollen.
Protokollverbindung und Thread/IP-Netzverbindung als unterschiedliche Rollen.
ThyristorEin Thyristor ist ein steuerbares Halbleiterbauelement. Ein üblicher SCR lässt sich zünden und bleibt bei passenden Strombedingungen leitend.

Der Übergang zurück zum Sperrzustand verlangt die vorgesehenen Bedingungen des Bauteils und der Schaltung. Das Gate eines gewöhnlichen SCR ist nicht einfach ein beliebiger Ein-Aus-Eingang.

Beispiel

Thyristorartige Bauteile werden in geeigneten Leistungsstellern und gesteuerten Gleichrichtern eingesetzt.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Thyristor ist kein allgemeiner Strombegrenzer. SCR, Triac und andere Bauformen dürfen nicht ohne ihren konkreten Unterschied gleichgesetzt werden.

TiefpassfilterEin Tiefpass überträgt niedrigere Frequenzen gegenüber höheren bevorzugt, bezogen auf seinen vorgesehenen Frequenzbereich.

Grenzfrequenz, Ordnung und reale Beschaltung bestimmen den Übergang. Außerhalb des idealisierten Modells ist die Dämpfung nicht einfach eine harte Alles-oder-nichts-Grenze.

Beispiel

Ein geeignetes Filter kann bestimmte schnelle Anteile eines Messsignals vor weiterer Verarbeitung abschwächen.

Wichtig zu unterscheiden

Das Filtern kann auch zeitliche Änderungen verzögern oder Nutzinformationen verändern. Ein ruhiger Zahlenwert beweist deshalb keine bessere Messgenauigkeit.

Qualitativer Verlauf: höhere Frequenzen werden stärker gedämpft.
Qualitativer Verlauf: höhere Frequenzen werden stärker gedämpft.
TransformatorEin Transformator überträgt elektrische Energie durch magnetische Kopplung zwischen dafür vorgesehenen Wicklungen beziehungsweise Wicklungsabschnitten.

Spannungsverhältnis, Frequenz, Belastung und Bauart bestimmen seinen vorgesehenen Betrieb. Ein Spartransformator besitzt gemeinsame Wicklungsabschnitte und ist von einer getrennten Wicklungsanordnung zu unterscheiden.

Beispiel

Eine passende Wicklungsanordnung kann Wechselspannung auf eine andere Bemessung übertragen.

Wichtig zu unterscheiden

Transformator bedeutet nicht automatisch Schutztrennung oder sichere Kleinspannung. Ein gewöhnlicher Netztransformator ist auch keine beliebige Gleichspannungswandlung.

TransistorEin Transistor ist ein Halbleiterbauelement, mit dem elektrische Signale beziehungsweise Ströme gesteuert werden können.

Bipolare Transistoren und Feldeffekttransistoren unterscheiden sich im Aufbau und in ihrer Ansteuerung. Sie können im geeigneten Arbeitspunkt verstärken oder als Schalter arbeiten.

Beispiel

Eine geeignete Transistorstufe kann ein kleines Steuersignal zum Schalten einer vorgesehenen Last nutzen.

Wichtig zu unterscheiden

Der Name allein nennt keine zulässige Spannung oder Verlustleistung. Auch Anschlussfolgen gleich aussehender Gehäuse können unterschiedlich sein.

U

ÜberlastEine Überlast liegt vor, wenn ein grundsätzlich intakter Stromkreis oder ein Betriebsmittel über die dafür zulässige Belastung hinaus beansprucht wird.

Zu hohe Ströme können über die Zeit unzulässige Erwärmung verursachen. Zulässige Belastung hängt unter anderem von Bauart, Umgebung und Betriebsbedingungen ab.

Beispiel

Mehrere gleichzeitig betriebene Verbraucher können eine Verlängerung überlasten, obwohl kein Kurzschluss vorhanden ist.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Schutzgerät muss passend ausgewählt sein. Ein größerer Nennstrom beseitigt keine unzureichende Leitungsbelastbarkeit.

ÜberspannungsschutzÜberspannungsschutz begrenzt bestimmte vorübergehende Überspannungen im dafür geplanten Schutzkonzept.

SPD-Auswahl, Koordination, Einbauort, Anschlussführung und Erdungs-/Potentialausgleichssystem wirken zusammen. Daten- und Energieleitungen können unterschiedliche Schutzmaßnahmen benötigen.

Beispiel

Ein abgestimmtes Schutzkonzept kann mehrere Stufen in einer Anlage berücksichtigen.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Steckdosenleisten-Aufdruck ist kein vollständiger Gebäudeblitzschutz. Ein SPD ersetzt weder Überstrom- noch Fehlerstromschutz.

ÜberstromschutzÜberstromschutz begrenzt die Folgen von Strömen oberhalb der für Leitungen oder Betriebsmittel vorgesehenen Bedingungen.

Überlast und Kurzschluss stellen unterschiedliche Beanspruchungen dar. Geeignete Schutzgeräte müssen diese Aufgaben entsprechend ihrer Bauart und Koordination erfüllen.

Beispiel

Sicherungen, Leitungsschutzschalter und weitere abgestimmte Geräte können Teil des Schutzkonzepts sein.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Schutzrelais kann eine Abschaltung anfordern, trennt den Hauptstrom aber nicht immer selbst. Ein reiner RCCB bietet keinen integrierten Überstromschutz.

V

VerbindungsklemmeEine Verbindungsklemme stellt eine dafür vorgesehene elektrische und mechanische Verbindung von Leitern her.

Zugelassene Leiterarten, Querschnitte, Anzahl, Abisolierung und gegebenenfalls Betätigung sind produktabhängig. Schraub- und Federprinzipien können unterschiedliche Anforderungen haben.

Beispiel

Ein transparenter Bereich kann eine zusätzliche Sichtkontrolle der Leiterlage erlauben, ersetzt aber nicht die vollständige Anschlusskontrolle.

Wichtig zu unterscheiden

Ähnliche Gehäuseformen sind keine identische Freigabe. Zwei Leiter dürfen nicht allein deshalb gemeinsam in eine Öffnung, weil sie hineinpassen.

VerlustleistungVerlustleistung ist der Anteil aufgenommener Leistung, der nicht als vorgesehene Nutzleistung abgegeben wird.

Reale Verluste können als Erwärmung in Leitern, Halbleitern oder magnetischen und dielektrischen Materialien auftreten. Der Betrachtungsbereich muss eindeutig sein.

Beispiel

Ein Leistungstransistor kann trotz kleiner Bauform eine geeignete Wärmeabfuhr benötigen.

Wichtig zu unterscheiden

Ideale Induktivitäten und Kapazitäten verbrauchen im Mittel keine Wirkleistung; reale Bauteile besitzen zusätzliche Verlustmechanismen. Blindleistung ist deshalb nicht einfach Verlustleistung.

VerriegelungEine Verriegelung verhindert vorgesehene unzulässige Zustandskombinationen einer Schaltung oder Maschine.

Sie kann elektrisch, mechanisch oder durch ein geeignetes Steuerkonzept ausgeführt werden. Die Funktion muss auch unter den dafür berücksichtigten Fehlerbedingungen beurteilt werden.

Beispiel

Bei einer Wendeschützschaltung darf die dafür unzulässige gleichzeitige Einschaltung beider Richtungszweige nicht entstehen.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Software-Wenn allein ist kein pauschaler Sicherheitsnachweis. Erforderliche Verriegelungsarten und Stillstandsbedingungen hängen von der konkreten Anwendung ab.

VerstärkerEin Verstärker verändert eine Signalgröße mithilfe einer zusätzlichen Energieversorgung und einer geeigneten Schaltung.

Spannungs-, Strom- und Leistungsverstärkung sind unterschiedliche Eigenschaften. Eingangsbereich, Ausgangslast und Frequenzverhalten begrenzen den tatsächlichen Betrieb.

Beispiel

Ein kleiner Sensorwert kann für eine nachfolgende Messstufe passend aufbereitet werden.

Wichtig zu unterscheiden

Verstärkung erzeugt keine kostenlose Energie und entfernt nicht automatisch Rauschen. Eine Schaltstufe verfolgt andere Aufgaben als ein linearer Signalverstärker.

W

WechselstromBei Wechselstrom wechselt die Stromrichtung. Ein sinusförmiger Verlauf ist ein wichtiger, aber nicht der einzige mögliche Verlauf.

Bei sinusförmiger Spannung wird häufig ihr Effektivwert angegeben. Die Beziehung zwischen Effektivwert und Scheitelwert hängt von der Signalform ab. Für den Sinus beträgt der Faktor √2.

Beispiel

230 V als Effektivwert einer idealen Sinusspannung entsprechen rechnerisch einem Scheitelwert von ungefähr 325 V.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Nulldurchgang ist keine Erlaubnis zum Berühren. Die Veränderung des Verlaufs ersetzt keine sichere Trennung und Spannungsprüfung.

WechslerkontaktEin Wechsler verbindet einen gemeinsamen Kontakt abhängig von seiner Stellung mit einem von zwei weiteren Kontakten.

Die tatsächlichen Anschlussbezeichnungen und die Schaltfolge sind geräteabhängig. Der gemeinsame Kontakt ist nicht aus seiner räumlichen Lage allein abzuleiten.

Beispiel

Zwei geeignete Wechselschalter können Teil einer Beleuchtungsschaltung mit zwei Bedienstellen sein.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Wechsler ist nicht dasselbe wie zwei unabhängig betätigbare Schließer. Auch darf ein beliebiger Kontakt nicht als Neutralleiteranschluss angenommen werden.

Ein Wechsler verbindet COM mit einem von zwei Kontakten.
Ein Wechsler verbindet COM mit einem von zwei Kontakten.
WiderstandDer elektrische Widerstand beschreibt den Zusammenhang zwischen Spannung und Strom an einem Bauteil. Er wird in Ohm angegeben.

Für einen ohmschen Widerstand unter unveränderten Bedingungen gilt U = R · I. Bei anderen Bauteilen kann der Quotient U/I vom Betriebspunkt und von der Temperatur abhängen.

Beispiel

Bei 12 V und einem konstanten Widerstand von 120 Ω ergibt sich rechnerisch ein Strom von 0,1 A.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Körper, eine LED oder ein geregeltes Netzteil ist kein beliebiger unveränderlicher Schulwiderstand. Im Wechselstromkreis können zusätzlich reaktive Effekte wichtig werden.

Ideales Modell mit R = 120 Ω und bezeichneten Achsen.
Ideales Modell mit R = 120 Ω und bezeichneten Achsen.
WiderstandsmessungEine Widerstandsmessung ermittelt den Widerstand zwischen festgelegten Punkten unter den Bedingungen des Messverfahrens.

Messstrom, Kontaktierung und mögliche Parallelwege beeinflussen den Wert. Ein gewöhnliches Ohmmeter ist nicht zum beliebigen Anschluss an einen gespeisten Stromkreis gedacht.

Beispiel

Ein definierter Widerstand kann im geeigneten sicher spannungsfreien Lehrversuch zwischen seinen Anschlüssen gemessen werden.

Wichtig zu unterscheiden

Widerstandsmessung, Isolationsmessung und Schleifenimpedanzmessung sind verschiedene Verfahren. Ein Messbereich ersetzt nicht automatisch die anderen Prüfaufgaben.

Wirk-, Blind- und ScheinleistungWirkleistung beschreibt im Mittel umgesetzte Energie pro Zeit. Scheinleistung ist das Produkt der Effektivwerte von Spannung und Strom; Blindleistung beschreibt im Sinusfall den zugehörigen Austauschanteil.

Die Größen werden in W, VA und var angegeben. Bei sinusförmigen Verläufen lässt sich ihr Zusammenhang im Leistungsdreieck darstellen. Bei verzerrten Verläufen reicht dieses einfache Bild nicht für jede Leistungszerlegung.

Beispiel

Ein induktiver Verbraucher kann für dieselbe Wirkleistung mehr Strom benötigen als ein Verbraucher mit einem Leistungsfaktor nahe eins.

Wichtig zu unterscheiden

Blindleistung ist kein Wirkungsgradverlust an sich. Reale zusätzliche Ströme können jedoch Leitungen und Betriebsmittel zusätzlich belasten.

Qualitatives Leistungsdreieck für sinusförmige Größen.
Qualitatives Leistungsdreieck für sinusförmige Größen.
WirkungsgradDer Wirkungsgrad beschreibt das Verhältnis der gewünschten abgegebenen Nutzleistung zur aufgenommenen Leistung.

Die Differenz kann beispielsweise als Wärme oder durch andere reale Verlustmechanismen auftreten. Welche Leistung als Nutzleistung betrachtet wird, muss zum Gerät und zum festgelegten Betriebspunkt passen.

Beispiel

Ein Motor kann elektrische Leistung aufnehmen und eine kleinere mechanische Leistung an seiner Welle abgeben.

Wichtig zu unterscheiden

Wirkungsgrad, Leistungsfaktor und die Energieklasse eines Produkts sind keine austauschbaren Angaben. Auch ein Wirkungsgrad verändert sich häufig mit der Last.

WLANWLAN bezeichnet ein drahtloses lokales Netzwerk. Wi-Fi ist eine gebräuchliche Bezeichnung im Zusammenhang mit kompatiblen Funknetzprodukten.

Funkversorgung, Bandunterstützung, Sicherheit und Netzkonfiguration beeinflussen den Betrieb. Ein verbundenes Gerät kann lokal kommunizieren oder zusätzlich einen Internetdienst benötigen.

Beispiel

Eine WLAN-Steckdose kann mit dem Heimnetz verbunden sein, ihre App-Funktion aber von einer bestimmten Plattform abhängig machen.

Wichtig zu unterscheiden

WLAN-Verbindung und Internetzugang sind nicht dasselbe. Auch ein starkes Funksignal beweist keine funktionierende Cloud-Verbindung.

Z

ZigbeeZigbee ist eine Familie standardisierter Kommunikationslösungen für geeignete vernetzte Geräte, häufig mit Mesh-Funknetz.

Teilnehmerrollen, Profile und konkrete unterstützte Funktionen bestimmen das Zusammenspiel. Eine Zentrale beziehungsweise passende Systemanbindung kann für die gewünschte Nutzung erforderlich sein.

Beispiel

Ein kompatibler Sensor kann Ereignisse an eine geeignete Zentrale melden, die daraus eine Lichtaktion auslöst.

Wichtig zu unterscheiden

Zigbee und Thread sind unterschiedliche Kommunikationssysteme, auch wenn bestimmte Funkgrundlagen ähnlich sein können. Ein Funklogo allein garantiert keine vollständige Funktionskompatibilität.

Topologieprinzip ohne tatsächliche Reichweiten- oder Kompatibilitätsangabe.
Topologieprinzip ohne tatsächliche Reichweiten- oder Kompatibilitätsangabe.
ZugentlastungEine Zugentlastung soll dafür vorgesehene mechanische Kräfte vom elektrischen Anschluss fernhalten.

Ihre Ausführung muss zu Leitung, Mantel, Durchmesser und Gerät passen. Eine reine Dichtfunktion und eine mechanische Rückhaltefunktion sind voneinander zu unterscheiden.

Beispiel

Bei einer geeigneten beweglichen Anschlussleitung kann eine vorgesehene Mantelklemmung verhindern, dass Zug direkt an den Leiteranschlüssen wirkt.

Wichtig zu unterscheiden

Ein stramm sitzendes Kabel ist nicht automatisch richtig zugentlastet. Keine ungeeigneten Knoten oder improvisierten Klemmlösungen als allgemeine Methode verwenden.

ZusatzschutzZusatzschutz ergänzt die vorgesehenen grundlegenden Schutzmaßnahmen in dafür bestimmten Anwendungen.

Ein geeigneter RCD kann Teil eines solchen Konzepts sein. Welche zusätzliche Maßnahme erforderlich ist, hängt von Anwendung, nationalen Anforderungen und tatsächlichem Schutzkonzept ab.

Beispiel

Für bestimmte Stromkreise wird ein RCD zusätzlich zu den übrigen erforderlichen Schutzmaßnahmen eingesetzt.

Wichtig zu unterscheiden

Zusatzschutz ist keine Erlaubnis, Basisschutz, erforderlichen PE oder fachgerechte Ausführung wegzulassen. Die Maßnahmen erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Weiterführende Informationen

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