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Beleuchtung und Lichttechnik

Watt, Lumen, Lux und Kelvin meinen unterschiedliche Eigenschaften einer Beleuchtung. Dazu kommen die Versorgung der LEDs und die Frage, welches Dimmverfahren zur Kombination passt. Hier finden Sie dafür einen verständlichen Einstieg.

Lichtabgabe ist nicht dasselbe wie Licht auf einer Arbeitsfläche. Gleiche Farbtemperatur bedeutet nicht gleiche Farbwiedergabe. Bei Treibern werden Konstantstrom und Konstantspannung unterschieden, damit wichtige Produktangaben verständlich werden.

So hängen die Begriffe zusammen

Lichtangaben, LED-Versorgung und die Unterschiede beim Dimmen. Die Kurzdefinition hilft beim schnellen Nachschlagen. Öffnen Sie einen Eintrag für Beispiel, wichtige Abgrenzungen und passende Verweise. Verwandte Begriffe führen innerhalb des Lexikons weiter.

Ausführliche Anwendungen finden Sie in den verlinkten Fachbeiträgen. Das Lexikon erklärt die Bedeutung der Wörter und ersetzt weder Produktunterlagen noch die Beurteilung einer konkreten Anlage.

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10 Begriffe gefunden

B

BeleuchtungsstärkeDie Beleuchtungsstärke beschreibt den auf eine Fläche einfallenden Lichtstrom pro Fläche. Ihre Einheit ist Lux.

Ein Lux entspricht einem Lumen pro Quadratmeter unter der entsprechenden Betrachtung. Beleuchtungsstärke ist eine Eigenschaft der beleuchteten Stelle und nicht allein der Lichtquelle.

Beispiel

Wird dieselbe Lichtabgabe auf eine größere Fläche verteilt, sinkt im vereinfachten gleichmäßigen Beispiel die mittlere Beleuchtungsstärke.

Wichtig zu unterscheiden

Ein einzelner Messpunkt beschreibt nicht automatisch Gleichmäßigkeit, Blendung oder die gesamte Qualität einer Beleuchtungsanlage.

Lichtabgabe und auf eine Fläche einfallendes Licht unterscheiden.
Lichtabgabe und auf eine Fläche einfallendes Licht unterscheiden.

F

FarbtemperaturDie Farbtemperatur beziehungsweise korrelierte Farbtemperatur beschreibt eine Eigenschaft der wahrgenommenen Lichtfarbe. Sie wird in Kelvin angegeben.

Bei vielen weißen Lichtquellen wirkt ein niedrigerer Wert wärmer und ein höherer kühler. Für reale LED-Spektren wird eine korrelierte Farbtemperatur verwendet.

Beispiel

Zwei weiße Leuchten können eine ähnliche CCT haben und Farben von Gegenständen trotzdem unterschiedlich wiedergeben.

Wichtig zu unterscheiden

Kelvin ist hier keine Gehäusetemperatur und kein Helligkeitswert. Farbwiedergabe, Lichtstrom und Farbort sind zusätzliche Eigenschaften.

FarbwiedergabeFarbwiedergabe beschreibt, wie die Beleuchtung die wahrgenommenen Farben von Gegenständen im Vergleich zu einer festgelegten Referenz beeinflusst.

Kennzahlen wie Ra beziehungsweise CRI fassen bestimmte Bewertungsverfahren zusammen. Eine einzelne Zahl bildet nicht jede Farbeingenschaft und Anwendung vollständig ab.

Beispiel

Bei der Auswahl einer Arbeitsplatzbeleuchtung können Farbtemperatur und Farbwiedergabe getrennt wichtig sein.

Wichtig zu unterscheiden

Gleiche Kelvin-Angabe bedeutet nicht gleiche Farbwiedergabe. Auch eine hohe Kennzahl beweist keine passende Blendungsbegrenzung oder Beleuchtungsstärke.

Flimmern und zeitliche LichtmodulationZeitliche Lichtmodulation ist eine Änderung der Lichtabgabe über die Zeit. Je nach Verlauf und Beobachtung können Flimmern oder andere Wahrnehmungseffekte entstehen.

Versorgung, Treiber und Dimmverfahren beeinflussen den Verlauf. Die bloße Schaltfrequenz beschreibt nicht jede Eigenschaft und nicht automatisch die vollständige Wahrnehmungswirkung.

Beispiel

Eine ungeeignete Dimmer-Treiber-Kombination kann bei bestimmten Einstellungen auffällige Helligkeitsschwankungen zeigen.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Smartphone-Kamerabild ist kein allgemeiner normgerechter Flimmernachweis. Es kann durch die Aufnahme selbst zusätzliche Streifen oder Effekte zeigen.

K

KonstantspannungsversorgungEine Konstantspannungsversorgung regelt ihre Ausgangsspannung innerhalb der angegebenen Bedingungen auf einen vorgesehenen Wert.

Der tatsächlich fließende Strom hängt von der geeigneten angeschlossenen Last ab. Stromgrenze, Leistung und Lastverhalten müssen zur Versorgung passen.

Beispiel

Ein für eine bestimmte Gleichspannung ausgelegter LED-Streifen kann eine dafür passende CV-Versorgung benötigen.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Netzteil mit höherer möglicher Stromabgabe zwingt nicht automatisch diesen Maximalstrom durch jede Last. Richtige Spannung und Schutz bleiben trotzdem entscheidend.

Qualitative Gegenüberstellung der geregelten Ausgangsgröße.
Qualitative Gegenüberstellung der geregelten Ausgangsgröße.
KonstantstromversorgungEine Konstantstromversorgung regelt den Ausgangsstrom innerhalb ihrer vorgesehenen Arbeitsgrenzen auf einen festgelegten Wert.

Die benötigte Ausgangsspannung ergibt sich aus der angeschlossenen geeigneten Last, solange der zulässige Bereich eingehalten wird. Lastanzahl und Verschaltung müssen zum Treiber passen.

Beispiel

Ein dafür ausgelegtes LED-Modul kann an einem passenden Konstantstromtreiber betrieben werden.

Wichtig zu unterscheiden

CC bedeutet nicht, dass jede beliebige Last angeschlossen werden darf. Ein unpassender Strom kann LEDs trotz passender Wattangabe beschädigen.

Qualitative Gegenüberstellung der geregelten Ausgangsgröße.
Qualitative Gegenüberstellung der geregelten Ausgangsgröße.

L

LEDEine LED ist eine Halbleiterdiode, die bei geeignetem Betrieb Licht erzeugt.

Sie benötigt eine zu ihren Eigenschaften passende Versorgung und Strombegrenzung beziehungsweise Regelung. Ein fertiges LED-Leuchtmittel kann diese Elektronik bereits enthalten.

Beispiel

Ein LED-Modul für Konstantstromversorgung und ein LED-Streifen für eine bestimmte Konstantspannung benötigen unterschiedliche Versorgungskonzepte.

Wichtig zu unterscheiden

Eine nackte LED ist kein beliebiger direkt an eine Spannungsquelle anschließbarer Verbraucher. Dimmbarkeit ergibt sich aus der gesamten Gerätekombination.

Vereinfachtes Diodenprinzip ohne reale Kennlinie oder feste Durchlassspannung.
Vereinfachtes Diodenprinzip ohne reale Kennlinie oder feste Durchlassspannung.
LED-TreiberEin LED-Treiber stellt die für die vorgesehenen LEDs geeigneten Betriebsbedingungen bereit.

Wichtige Angaben sind Ausgangsart, Spannungs- oder Strombereich, Leistung, Isolation und Steuerverfahren. Treiber und LED-Modul müssen zueinander passen.

Beispiel

Ein Konstantstromtreiber regelt einen vorgesehenen Strom innerhalb seines angegebenen Ausgangsspannungsbereichs.

Wichtig zu unterscheiden

Die Aufschrift dimmbar nennt noch nicht automatisch das passende Dimmverfahren. Auch eine kleine Ausgangsspannung beweist nicht jede erforderliche Schutztrennung.

Qualitative Gegenüberstellung der geregelten Ausgangsgröße.
Qualitative Gegenüberstellung der geregelten Ausgangsgröße.
LichtstromDer Lichtstrom beschreibt die nach der festgelegten visuellen Bewertung gewichtete Lichtleistung. Seine Einheit ist Lumen.

Er hilft beim Vergleich der Lichtabgabe. Die elektrische Leistungsaufnahme in Watt beschreibt dagegen den Energieeinsatz und ist keine direkte Helligkeitsangabe.

Beispiel

Zwei Leuchtmittel mit gleicher Wattzahl können unterschiedliche Lichtströme abgeben.

Wichtig zu unterscheiden

Lumen allein sagt nicht, wie gut eine Arbeitsfläche beleuchtet wird. Lichtverteilung, Abstand und Umgebung spielen ebenfalls eine Rolle.

Lichtabgabe und auf eine Fläche einfallendes Licht unterscheiden.
Lichtabgabe und auf eine Fläche einfallendes Licht unterscheiden.

P

Phasenanschnitt und PhasenabschnittDiese Dimmverfahren verändern den wirksamen Verlauf einer Wechselspannungs-Halbwelle durch das zeitliche Schalten bestimmter Abschnitte.

Beim Phasenanschnitt wird der Beginn der Halbwelle verzögert freigegeben. Beim Phasenabschnitt wird nach dem Beginn vorzeitig abgeschaltet. Elektronische Lasten müssen das jeweilige Verfahren unterstützen.

Beispiel

Eine dimmbare LED-Versorgung kann nur für bestimmte Dimmerarten und Lastbereiche freigegeben sein.

Wichtig zu unterscheiden

Die passende Kombination folgt nicht allein aus der LED-Wattzahl. Mindestlast, Einschaltverhalten und Herstellerkompatibilität können wichtig sein.

Qualitative positive Halbwelle: verzögerter Beginn oder vorzeitiges Ende.
Qualitative positive Halbwelle: verzögerter Beginn oder vorzeitiges Ende.

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