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Elektronik und Bauteile

Dioden, Transistoren und andere Bauteile bilden die Grundlage vieler Geräte. Hier erklären wir ihre Aufgaben und wichtige Signalbegriffe so, dass auch die Unterschiede zwischen einem idealen Modell und einem realen Bauteil verständlich bleiben.

Eine Diode ist kein idealer Einbahnleiter für beliebige Spannungen. Ein Transformator garantiert nicht automatisch Schutztrennung, und eine hohe Bitzahl allein macht noch kein genaues Messgerät. Die Einträge benennen deshalb auch die Grenzen der vereinfachten Erklärung.

So hängen die Begriffe zusammen

Bauteile, Signale und grundlegende elektronische Funktionen. Die Kurzdefinition hilft beim schnellen Nachschlagen. Öffnen Sie einen Eintrag für Beispiel, wichtige Abgrenzungen und passende Verweise. Verwandte Begriffe führen innerhalb des Lexikons weiter.

Ausführliche Anwendungen finden Sie in den verlinkten Fachbeiträgen. Das Lexikon erklärt die Bedeutung der Wörter und ersetzt weder Produktunterlagen noch die Beurteilung einer konkreten Anlage.

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34 Begriffe gefunden

A

Analog-Digital-Umsetzer (ADC)Ein ADC ordnet einem analogen Eingangssignal digitale Zahlenwerte nach seinem vorgesehenen Umsetzungsverfahren zu.

Eingangsbereich, Auflösung, Abtastung, Referenz und reale Fehler beeinflussen die Aussage. Eine hohe Bitzahl allein beweist keine entsprechende Messgenauigkeit.

Beispiel

Ein Messgerät kann eine aufbereitete Sensorspannung digitalisieren und daraus einen Messwert berechnen.

Wichtig zu unterscheiden

Digitalisierung erzeugt keine zusätzliche tatsächliche Messinformation außerhalb des geeigneten Eingangs- und Abtastbereichs. Sie ersetzt keine sichere Eingangsbeschaltung.

ADC-Umsetzungsrichtung; DAC arbeitet in der umgekehrten Richtung.
ADC-Umsetzungsrichtung; DAC arbeitet in der umgekehrten Richtung.

B

BrückenschaltungBrückenschaltung bezeichnet eine Anordnung mehrerer Zweige mit einem betrachteten Querzweig. Ihre konkrete Aufgabe hängt von der Schaltung ab.

Messbrücken vergleichen beispielsweise Bauteilverhältnisse. Andere Brückenanordnungen dienen dem Gleichrichten oder dem gesteuerten Betrieb von Lasten.

Beispiel

Eine Wheatstone-Brücke kann eine Widerstandsänderung als Differenzsignal sichtbar machen.

Wichtig zu unterscheiden

Nicht jede Brückenschaltung ist eine Messbrücke. Gleichrichterbrücke und H-Brücke dürfen nicht mit identischem Funktionsprinzip erklärt werden.

D

Digital-Analog-Umsetzer (DAC)Ein DAC erzeugt aus digitalen Eingangswerten eine zugeordnete analoge Ausgangsgröße.

Referenz, Ausgangsschaltung, Auflösung und zeitliches Verhalten bestimmen seine Eigenschaften. Ein nachgeschalteter Verstärker oder Filter kann zusätzliche Aufgaben erfüllen.

Beispiel

Eine Steuerung kann einen digitalen Sollwert über einen passenden DAC als analoge Steuerspannung ausgeben.

Wichtig zu unterscheiden

Ein DAC-Ausgang ist nicht automatisch ein Leistungsausgang für einen Motor. Belastbarkeit und Signalbereich müssen bekannt sein.

ADC-Umsetzungsrichtung; DAC arbeitet in der umgekehrten Richtung.
ADC-Umsetzungsrichtung; DAC arbeitet in der umgekehrten Richtung.
DiodeEine Halbleiterdiode hat ein richtungsabhängiges elektrisches Verhalten. Im vorgesehenen Betriebsbereich leitet sie vorwiegend in Durchlassrichtung und sperrt in Gegenrichtung.

Durchlassspannung, zulässiger Strom, Sperrspannung und Temperatur sind reale Bauteileigenschaften. Spezielle Dioden nutzen bestimmte weitere Effekte gezielt aus.

Beispiel

Ein Gleichrichter kann geeignete Dioden verwenden, um Wechselgrößen gleichzurichten.

Wichtig zu unterscheiden

Eine Diode ist kein idealer Einbahnleiter bei jeder beliebigen Spannung. LED, Z-Diode und Gleichrichterdiode sind nicht ohne Prüfung austauschbar.

Vereinfachtes Diodenprinzip ohne reale Kennlinie oder feste Durchlassspannung.
Vereinfachtes Diodenprinzip ohne reale Kennlinie oder feste Durchlassspannung.

E

Elektrische und magnetische FelderElektrische und magnetische Felder beschreiben elektrische beziehungsweise magnetische Wirkungen im Raum.

Elektrische Ladungen und zeitabhängige Vorgänge stehen mit diesen Feldern in Zusammenhang. Das magnetische Feld eines Strompfads hängt unter anderem von Strom und Geometrie ab.

Beispiel

Die Anordnung von Hin- und Rückleiter kann das äußere Feld einer Verbindung beeinflussen.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Feldbegriff allein erlaubt keine pauschale Aussage über gesundheitliche Wirkung oder Grenzwerte. Dafür sind Frequenz, Stärke, Exposition und geeignete Fachgrundlagen nötig.

ElektromagnetEin Elektromagnet erzeugt sein Magnetfeld durch elektrischen Strom in einer dafür vorgesehenen Spule.

Ein geeigneter Kern kann die Wirkung beeinflussen und konzentrieren. Die magnetische und thermische Auslegung bestimmt das vorgesehene Verhalten.

Beispiel

Ein elektromechanisches Relais nutzt die magnetische Wirkung zur Betätigung von Kontakten.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Kern ist kein notwendiges Merkmal jedes Elektromagneten. Die Spule darf nicht allein anhand ihrer mechanischen Größe an eine Versorgung angeschlossen werden.

Relaisprinzip: gleiche Betätigung, getrennte Funktionsdarstellung.
Relaisprinzip: gleiche Betätigung, getrennte Funktionsdarstellung.
Elektromagnetische VerträglichkeitEMV ist die Fähigkeit, in der elektromagnetischen Umgebung bestimmungsgemäß zu arbeiten, ohne unzulässige Störungen für andere Betriebsmittel zu verursachen.

Störaussendung und Störfestigkeit sind unterschiedliche Seiten dieser Betrachtung. Gerät, Leitungen, Installation und Umgebung wirken zusammen.

Beispiel

Die Leitungsführung und vorgesehene Schirmanbindung eines Umrichters können Teil seiner Herstelleranforderungen sein.

Wichtig zu unterscheiden

Ein einzelnes Filter oder ein Metallgehäuse beweist keine vollständige EMV-Eignung. Improvisierte Schirmanbindungen können andere Anforderungen verletzen.

F

FilterEin Filter beeinflusst ein Signal abhängig von Frequenz oder anderen festgelegten Eigenschaften.

Analoge und digitale Verfahren können unterschiedliche Bereiche dämpfen oder bevorzugt übertragen. Der tatsächliche Frequenzgang enthält Übergänge und mögliche Phasenänderungen.

Beispiel

Ein Tiefpass kann schnelle Signalanteile gegenüber langsameren Anteilen abschwächen.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Filter blockiert nicht automatisch jede Störung vollständig. Nutzsignal, Störspektrum und mögliche Beeinflussung der Signalform sind gemeinsam zu betrachten.

FrequenzgangDer Frequenzgang beschreibt, wie ein System sinusförmige Eingangsgrößen verschiedener Frequenz in Betrag und Phase überträgt.

Mess- oder Modellbedingungen müssen bekannt sein. Der Verlauf kann Verstärkung, Dämpfung, Resonanzen und Phasenänderungen zeigen.

Beispiel

Ein Filter hat im Übergangsbereich einen anderen Übertragungsfaktor als in seinem vorgesehenen Durchlassbereich.

Wichtig zu unterscheiden

Eine einzige Grenzfrequenz beschreibt nicht das gesamte Zeit- und Übertragungsverhalten. Auch die Belastung kann den tatsächlichen Verlauf verändern.

G

GleichrichterEin Gleichrichter wandelt Wechselgrößen in eine gleichgerichtete Ausgangsgröße um.

Dioden- oder gesteuerte Schaltungen können dafür verwendet werden. Glättung, Regelung und galvanische Trennung sind zusätzliche Funktionen und nicht allein durch den Begriff gegeben.

Beispiel

Eine Brückengleichrichtung kann beide Halbwellen einer geeigneten Wechselversorgung nutzen.

Wichtig zu unterscheiden

Gleichgerichtet bedeutet nicht automatisch glatt, geregelt oder berührungssicher. Der Ausgang kann weiterhin gefährliche Spannungen und gespeicherte Energie aufweisen.

H

HalbleiterHalbleiter sind Werkstoffe, deren elektrische Eigenschaften gezielt für elektronische Bauelemente genutzt und beeinflusst werden können.

Dotierung, elektrische Felder, Temperatur und Licht können das Verhalten beeinflussen. Daraus entstehen unterschiedliche Bauteile wie Dioden und Transistoren.

Beispiel

Ein Halbleitersensor kann eine physikalische Größe in ein elektrisch auswertbares Signal umsetzen.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Halbleiter ist nicht einfach ein beliebiger Widerstand „zwischen Leiter und Isolator“. Entscheidend sind sein Materialverhalten und die konkrete Bauteilstruktur.

HochpassfilterEin Hochpass überträgt höhere Frequenzen gegenüber niedrigeren bevorzugt, bezogen auf seinen vorgesehenen Frequenzbereich.

Grenzbereich, Bauteilwerte und Belastung beeinflussen den tatsächlichen Verlauf. Die Schaltung kann tieffrequente oder konstante Signalanteile vermindern.

Beispiel

Eine geeignete Signalkopplung kann einen Gleichanteil von einer nachfolgenden Stufe fernhalten.

Wichtig zu unterscheiden

Das bedeutet keine beliebige galvanische oder sichere Schutztrennung. Signalfilter und elektrische Schutzmaßnahme sind unterschiedliche Aufgaben.

Qualitativer Verlauf: tiefere Frequenzen werden stärker gedämpft.
Qualitativer Verlauf: tiefere Frequenzen werden stärker gedämpft.

I

InduktivitätInduktivität beschreibt den Zusammenhang zwischen elektrischem Strom und magnetischer Flussverkettung. Ihre Einheit ist Henry.

Im einfachen linearen Modell ergibt eine Stromänderung eine Induktionsspannung entsprechend der Änderungsrate. Geometrie, Kern und Betriebszustand können das reale Verhalten beeinflussen.

Beispiel

Eine Drossel nutzt induktive Eigenschaften beispielsweise zur Beeinflussung eines Stromverlaufs.

Wichtig zu unterscheiden

Induktivität ist kein ohmscher Widerstand. Ein ideales induktives Element speichert Energie, während reale Wicklungen zusätzlich Verluste besitzen.

Energiespeicherung in idealen linearen C- und L-Modellen.
Energiespeicherung in idealen linearen C- und L-Modellen.

K

KapazitätKapazität beschreibt im einfachen linearen Fall das Verhältnis gespeicherter Ladung zur zugehörigen Spannung: C = Q/U.

Ihre Einheit ist Farad. Bauform und Dielektrikum beeinflussen die Eigenschaften realer Kondensatoren; die gespeicherte Energie ist eine eigene abgeleitete Größe.

Beispiel

Bei gleicher angelegter Spannung speichert eine größere ideale Kapazität mehr Ladung.

Wichtig zu unterscheiden

Farad ist keine Spannungsfestigkeit. Ein passender Kapazitätswert macht einen Kondensator nicht automatisch für eine bestimmte Versorgung geeignet.

Energiespeicherung in idealen linearen C- und L-Modellen.
Energiespeicherung in idealen linearen C- und L-Modellen.
KondensatorEin Kondensator ist ein Bauteil mit Kapazität, das Energie im elektrischen Feld speichern kann.

Sein Verhalten hängt unter anderem von Kapazität, Spannung, Bauart und Frequenz ab. Reale Bauteile haben zusätzliche Verluste und Betriebsgrenzen.

Beispiel

Ein geeigneter Kondensator kann in einer Versorgung Spannungsschwankungen vermindern.

Wichtig zu unterscheiden

Ein ausgeschaltetes Gerät kann noch gespeicherte Energie enthalten. Spannungsfestigkeit und gegebenenfalls Polarität dürfen nicht aus der Gehäusegröße geraten werden.

Energiespeicherung in idealen linearen C- und L-Modellen.
Energiespeicherung in idealen linearen C- und L-Modellen.

L

LeistungsregelungLeistungsregelung beeinflusst eine Leistungsgröße anhand eines vorgesehenen Sollwerts und einer Rückmeldung.

Eine reine Leistungssteuerung kann dagegen ohne diese Rückmeldung arbeiten. Verfahren und Grenzen richten sich nach Last, Quelle und gewünschtem Verhalten.

Beispiel

Eine Temperaturregelung kann die Heizleistung verändern, um einen gemessenen Temperaturwert an einen Sollwert anzunähern.

Wichtig zu unterscheiden

Nicht jede Dimmstellung regelt die tatsächlich abgegebene Leistung. Steuerung, Regelung und die geregelte Messgröße sind begrifflich zu trennen.

LeistungstransistorEin Leistungstransistor ist für eine vorgesehene Leistungsanwendung ausgelegt, etwa zum Schalten oder Regeln geeigneter Lasten.

Spannung, Strom, Schaltverluste, Wärmeabfuhr und zulässiger Arbeitsbereich müssen gemeinsam beachtet werden. Ansteuerung und Schutz sind Teil der Schaltung.

Beispiel

Ein Umrichter kann geeignete Leistungshalbleiter verwenden, um eine vorgesehene Ausgangsspannungsform zu erzeugen.

Wichtig zu unterscheiden

Ein hoher Stromwert im Datenblatt gilt nicht unabhängig von Temperatur und Betriebsbedingungen. Gleich aussehende Gehäuse erlauben keinen beliebigen Ersatz.

O

OperationsverstärkerEin Operationsverstärker ist ein elektronischer Verstärkerbaustein mit Differenzeingängen, der in einer passenden äußeren Schaltung vielfältige Signalaufgaben erfüllen kann.

Rückkopplung und Beschaltung bestimmen beispielsweise Verstärkung oder Filterfunktion. Versorgung, Eingangsbereich, Ausgangsbereich und dynamische Grenzen müssen eingehalten werden.

Beispiel

Ein geeigneter OPV kann ein Sensorsignal für eine nachfolgende Digitalisierung aufbereiten.

Wichtig zu unterscheiden

Das ideale OPV-Modell hat Grenzen. Ein beliebiger OPV ist nicht automatisch als Komparator oder Leistungstreiber geeignet.

OszillatorEin Oszillator erzeugt mit einer geeigneten Energieversorgung einen sich wiederholenden Signalverlauf.

Frequenz, Signalform, Stabilität und Einschwingverhalten hängen von Aufbau und Bauteilen ab. Ein Oszillator kann analoge oder digitale Ausgangsformen bereitstellen.

Beispiel

Ein Taktoszillator liefert eine Zeitbasis für geeignete elektronische Funktionen.

Wichtig zu unterscheiden

Eine beliebige Schwingung ist nicht automatisch erwünscht. Rückkopplung kann auch unbeabsichtigte Instabilität in einem Verstärker verursachen.

P

PhasenregelungPhasenregelung kann je nach Kontext die Beeinflussung einer Phasenlage oder deren Nachführung in einer Regelschleife bezeichnen.

Eine Phasenregelschleife vergleicht geeignete Signale und beeinflusst einen Oszillator, um die vorgesehene Beziehung zu erreichen. Aufbau und Regelverhalten bestimmen die Funktion.

Beispiel

Eine PLL kann in geeigneter Kommunikationstechnik eine Takt- oder Frequenzbeziehung herstellen.

Wichtig zu unterscheiden

Der Ausdruck ist kein eindeutiges Synonym für Phasenanschnitt eines Lichtdimmers. Gemeinte Signalgröße und Verfahren immer ausdrücklich nennen.

R

RauschenRauschen bezeichnet unregelmäßige Signalanteile, die bei einer betrachteten Übertragung oder Messung das Nutzsignal überlagern können.

Quellen können im Bauteil selbst oder in der Umgebung liegen. Rauschen, gezielte periodische Störung und systematischer Messfehler sind nicht in jeder Bewertung dasselbe.

Beispiel

Ein sehr kleines Sensorsignal kann im Verhältnis zu unerwünschten Signalanteilen schwer auszuwerten sein.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Filter kann Nutzinformationen mit beeinflussen. Weniger sichtbare Schwankung allein beweist nicht, dass ein Ergebnis richtig ist.

RückkopplungRückkopplung führt einen Anteil der Ausgangsgröße auf einen Eingang eines Systems zurück.

Vorzeichen, Verstärkung und Zeitverhalten bestimmen, ob ein gewünschtes Verhalten stabilisiert oder eine Schwingung angeregt werden kann. Die gesamte Schleife ist entscheidend.

Beispiel

Eine geeignete Gegenkopplung legt bei einem Verstärker dessen vorgesehenen Übertragungsfaktor mit fest.

Wichtig zu unterscheiden

Gegenkopplung ist nicht unter allen beliebigen Bedingungen automatisch stabil. Verzögerungen und Phasenänderungen können die Schleifenwirkung verändern.

S

SchaltungsanalyseSchaltungsanalyse untersucht Ströme, Spannungen und Verhalten eines elektrischen Schaltungsmodells.

Bauteilmodelle, Quellen und Randbedingungen müssen festgelegt sein. Ohmsches Gesetz, Kirchhoffsche Regeln und gegebenenfalls zeit- oder frequenzabhängige Modelle liefern unterschiedliche Werkzeuge.

Beispiel

Ein ideales Widerstandsnetzwerk kann mit Knoten- und Maschenbeziehungen berechnet werden.

Wichtig zu unterscheiden

Ein rechnerisch stimmiger Plan beweist noch keine geeignete reale Installation. Bauteilbemessung, Schutz und praktische Ausführung kommen hinzu.

SchaltverstärkerSchaltverstärker ist eine kontextabhängige Bezeichnung für eine Stufe, die ein Signal in vorgesehene Schaltzustände umsetzt oder dafür verstärkt.

Schaltschwelle, Ansteuerung und Lastseite können getrennte Eigenschaften besitzen. Der konkrete Produktbegriff muss aus Schaltung und Unterlagen verstanden werden.

Beispiel

Ein Sensor-Ausgang kann über eine geeignete nachgeschaltete Stufe eine bestimmte Last schalten.

Wichtig zu unterscheiden

Nicht mit beliebiger linearer Verstärkung oder einer Sicherheitsfreigabe gleichsetzen. Auch ähnliche Zustandsanzeigen beweisen keine gleiche elektrische Ausgangsart.

SchwingkreisEin Schwingkreis nutzt das Zusammenspiel von Induktivität und Kapazität, um ein resonantes Verhalten zu erzeugen.

Energie wird im idealisierten Modell zwischen magnetischem und elektrischem Feld ausgetauscht. Reale Verluste und Belastungen beeinflussen Dämpfung und Resonanzverhalten.

Beispiel

Ein geeigneter abgestimmter Kreis kann in einem bestimmten Frequenzbereich besonders stark reagieren.

Wichtig zu unterscheiden

Ein realer passiver Kreis schwingt nicht ohne Verluste unbegrenzt weiter. Hohe Resonanzspannungen können trotz kleiner Eingangsanregung auftreten.

SchwingungEine Schwingung ist eine zeitliche Veränderung um einen Zustand, die sich im periodischen Fall nach einer bestimmten Zeit wiederholt.

Amplitude, Frequenz und Phase beschreiben unterschiedliche Eigenschaften eines geeigneten periodischen Verlaufs. Nicht jede Schwingung ist sinusförmig oder ungedämpft.

Beispiel

Eine sinusförmige Wechselgröße kann über eine vollständige Periode dargestellt werden.

Wichtig zu unterscheiden

Ein einzelner kurzer Impuls ist nicht automatisch eine periodische Schwingung. Sichtbare Gleichmäßigkeit ersetzt außerdem keine quantitative Messung.

SpuleEine Spule besteht aus einer oder mehreren Leiterwindungen. Ein Strom erzeugt darin ein magnetisches Feld.

Stromänderungen führen im passenden Zusammenhang zu induzierter Spannung. Ein Kern kann das Verhalten beeinflussen, ist aber kein notwendiges Merkmal jeder Spule.

Beispiel

Eine Relaisspule erzeugt die magnetische Wirkung für eine vorgesehene mechanische Betätigung.

Wichtig zu unterscheiden

Leiterwiderstand, Induktivität und reale Verluste sind unterschiedliche Eigenschaften. Das Abschalten einer Spule kann besondere Spannungsbeanspruchungen verursachen.

Energiespeicherung in idealen linearen C- und L-Modellen.
Energiespeicherung in idealen linearen C- und L-Modellen.

T

ThermoelementEin Thermoelement nutzt die thermoelektrische Spannung einer geeigneten Kombination unterschiedlicher Leiterwerkstoffe zur Temperaturbestimmung.

Die gemessene Spannung hängt von den Temperaturverhältnissen an Mess- und Vergleichsstelle ab. Werkstoffpaar, Anschlussleitung und Vergleichsstellenbehandlung müssen zum Messsystem passen.

Beispiel

Ein geeignetes Auswertegerät berücksichtigt neben der Messspannung auch die erforderliche Vergleichsstellenkompensation.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Thermoelement ist kein temperaturabhängiger Widerstand wie ein Pt100. Eine Spannungsanzeige allein ergibt ohne passenden Bezug keine verlässliche Temperatur.

Thermoelektrisches Funktionsprinzip, kein vollständiger Messaufbau.
Thermoelektrisches Funktionsprinzip, kein vollständiger Messaufbau.
ThyristorEin Thyristor ist ein steuerbares Halbleiterbauelement. Ein üblicher SCR lässt sich zünden und bleibt bei passenden Strombedingungen leitend.

Der Übergang zurück zum Sperrzustand verlangt die vorgesehenen Bedingungen des Bauteils und der Schaltung. Das Gate eines gewöhnlichen SCR ist nicht einfach ein beliebiger Ein-Aus-Eingang.

Beispiel

Thyristorartige Bauteile werden in geeigneten Leistungsstellern und gesteuerten Gleichrichtern eingesetzt.

Wichtig zu unterscheiden

Ein Thyristor ist kein allgemeiner Strombegrenzer. SCR, Triac und andere Bauformen dürfen nicht ohne ihren konkreten Unterschied gleichgesetzt werden.

TiefpassfilterEin Tiefpass überträgt niedrigere Frequenzen gegenüber höheren bevorzugt, bezogen auf seinen vorgesehenen Frequenzbereich.

Grenzfrequenz, Ordnung und reale Beschaltung bestimmen den Übergang. Außerhalb des idealisierten Modells ist die Dämpfung nicht einfach eine harte Alles-oder-nichts-Grenze.

Beispiel

Ein geeignetes Filter kann bestimmte schnelle Anteile eines Messsignals vor weiterer Verarbeitung abschwächen.

Wichtig zu unterscheiden

Das Filtern kann auch zeitliche Änderungen verzögern oder Nutzinformationen verändern. Ein ruhiger Zahlenwert beweist deshalb keine bessere Messgenauigkeit.

Qualitativer Verlauf: höhere Frequenzen werden stärker gedämpft.
Qualitativer Verlauf: höhere Frequenzen werden stärker gedämpft.
TransformatorEin Transformator überträgt elektrische Energie durch magnetische Kopplung zwischen dafür vorgesehenen Wicklungen beziehungsweise Wicklungsabschnitten.

Spannungsverhältnis, Frequenz, Belastung und Bauart bestimmen seinen vorgesehenen Betrieb. Ein Spartransformator besitzt gemeinsame Wicklungsabschnitte und ist von einer getrennten Wicklungsanordnung zu unterscheiden.

Beispiel

Eine passende Wicklungsanordnung kann Wechselspannung auf eine andere Bemessung übertragen.

Wichtig zu unterscheiden

Transformator bedeutet nicht automatisch Schutztrennung oder sichere Kleinspannung. Ein gewöhnlicher Netztransformator ist auch keine beliebige Gleichspannungswandlung.

TransistorEin Transistor ist ein Halbleiterbauelement, mit dem elektrische Signale beziehungsweise Ströme gesteuert werden können.

Bipolare Transistoren und Feldeffekttransistoren unterscheiden sich im Aufbau und in ihrer Ansteuerung. Sie können im geeigneten Arbeitspunkt verstärken oder als Schalter arbeiten.

Beispiel

Eine geeignete Transistorstufe kann ein kleines Steuersignal zum Schalten einer vorgesehenen Last nutzen.

Wichtig zu unterscheiden

Der Name allein nennt keine zulässige Spannung oder Verlustleistung. Auch Anschlussfolgen gleich aussehender Gehäuse können unterschiedlich sein.

V

VerlustleistungVerlustleistung ist der Anteil aufgenommener Leistung, der nicht als vorgesehene Nutzleistung abgegeben wird.

Reale Verluste können als Erwärmung in Leitern, Halbleitern oder magnetischen und dielektrischen Materialien auftreten. Der Betrachtungsbereich muss eindeutig sein.

Beispiel

Ein Leistungstransistor kann trotz kleiner Bauform eine geeignete Wärmeabfuhr benötigen.

Wichtig zu unterscheiden

Ideale Induktivitäten und Kapazitäten verbrauchen im Mittel keine Wirkleistung; reale Bauteile besitzen zusätzliche Verlustmechanismen. Blindleistung ist deshalb nicht einfach Verlustleistung.

VerstärkerEin Verstärker verändert eine Signalgröße mithilfe einer zusätzlichen Energieversorgung und einer geeigneten Schaltung.

Spannungs-, Strom- und Leistungsverstärkung sind unterschiedliche Eigenschaften. Eingangsbereich, Ausgangslast und Frequenzverhalten begrenzen den tatsächlichen Betrieb.

Beispiel

Ein kleiner Sensorwert kann für eine nachfolgende Messstufe passend aufbereitet werden.

Wichtig zu unterscheiden

Verstärkung erzeugt keine kostenlose Energie und entfernt nicht automatisch Rauschen. Eine Schaltstufe verfolgt andere Aufgaben als ein linearer Signalverstärker.

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